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Debatte nach „Wahlarena“ mit Laschet

Die ARD muss sich für die Auswahl des Publikums in der „Wahlarena“ Kritik gefallen lassen. Ein Journalist spricht gar von Instrumentalisierung des Fernsehens durch Linksradikale.
Von Norbert Schäfer
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Armin Laschet (CDU)

Foto: pro/Norbert Schäfer

Vor den Bundestagswahlen konnten Wähler in der ARD-„Wahlarena“ Fragen an den Kanzlerkandidaten Armin Laschet (CDU) richten

Zwei Frauen hatten CDU-Kanzlerkandidaten Armin Laschet in einer TV-Sendung am Mittwoch kritische Fragen gestellt. Medienberichten zufolge musste sich Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet am Mittwoch in der ARD-Sendung „Wahlarena“ jedoch mit gezielt geschulten Aktivistinnen auseinandersetzen. Nach Angaben der Tageszeitung Die Welt hätten die zwei jungen Frauen vorher ein Talkshowtraining bei der Linksradikalen Emily Laqueur absolviert, die dazu eigens eine „Aktivistinnen-Agentur“ betreibt.

Nach Focus-Angaben wird die Agentur unter anderem von der der Linken nahestehenden Rosa-Luxemburg-Stiftung finanziert. Zum Repertoire der Agentur gehören nach Angaben auf deren Website „Training, Coaching & Vermittlung“ von Aktivistinnen für „Talkshow, Live-Interview in TV und Funk, O-Ton in den Nachrichten oder Zeitungsinterview“.

Auf Twitter kritisierten viele User, dass Medien zwar das Auftreten der Aktivistinnen bei Laschet bemängelten, nicht aber den Umstand, dass ein AfD-Mitglied der grünen Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock in einer ZDF-Sendung Fragen aus dem Publikum heraus habe stellen dürfen.


Auf Twitter streiten sich seit der Sendung Befürworter und Gegner Laschets über den Wahrheitsgehalt der jeweiligen Aussagen. Das Redaktionsnetzwerk Deutschland hat dazu die Behauptungen der Aktivistinnen den Aussagen Laschets und den Fakten gegenübergestellt.

Die Welt berichtet am Freitag, dass laut Aussage des NDR das Publikum der „Wahlarena“ von dem Meinungsforschungsinstitut Infratest Dimap vorgeschlagen wurde – nicht jedoch die beiden Aktivistinnen. „Sie sind offenbar über einen anderen Weg in die Sendung gelangt“, lautet es in dem Bericht.

Alexander Kissler: Wahlsendungen sind „Etikettenschwindel“


Der Journalist Alexander Kissler schreibt am Donnerstag in einem Kommentar in der „Neuen Zürcher Zeitung“, dass die Sendung in dem öffentlich-rechtlichen Sender von „Linksradikalen instrumentalisiert“ worden sei und die „Weltanschauung der Macher“ die Regie geführt habe.

Kissler bezeichnete Wahlsendungen von ARD und ZDF gar als „Etikettenschwindel“, weil gemäß deren eigenen Ankündigungen eigentlich Wähler hätten Fragen stellen sollen, und nicht minderjährige Schüler, oder wie im Fall des ZDF, ein nicht wahlberechtigter Ausländer.

Kissler konstatiert, dass bei dem Auswahlprozess des Publikums sowohl „ideologische Prägungen der Redaktion“ als auch die „Fernsehtauglichkeit der Protagonisten“ eine Rolle spiele. Kissler schreibt, dass die Verbindung der „Aktivistinnen-Agentur“ zu linksextremistisch eingestuften Organisationen vor der Sendung bekannt gewesen sei. Dennoch hätten die Moderatoren der Sendung den beiden Aktivistinnen „kommentarlos das Wort“ erteilt.

Der Journalist mutmaßt, dass der Vorgang der „Wahlarena” kein Einzelfall sei und schreibt: „Die öffentlichrechtlichen Medien eilen an vielen Stellen dem linken Spektrum zu Hilfe, besonders gern zu Wahlkampfzeiten“. Die Bürger müssten mit Rundfunkbeiträgen für „die Vervielfältigung und Verbreitung einer Weltsicht“ zahlen, die nur wenige teilten.

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4 Antworten

  1. Über diesen ungeheuerlichen Vorgang, über die Enkelbriefe und andere Versuche unsere freie Meinungsbildung zu beeinflussen wünsche ich mir mal einen Kommentar von Herrn Mette. Genauso darüber dass immer wieder die Meinungsfreiheit versucht wird einzuschränken

  2. Dass unsere Medien, vor allem aber die öffentlich-rechtlichen, eine grün-linke Position vertreten, ist hinlänglich bekannt. Erschreckend ist jedoch, dass sich diese Entwicklung in den letzten Monaten beschleunigt hat. Mehrere Dinge erschrecken und sorgen mich: a) dass das Spektrum der ausgewählten Themen immer schmaler wird. b) dass die gesuchten Themen jeweils nur von einer, der grün/linken Seite her beleuchtet werden und keine echte Kontroverse aufkommen darf. c) dass Bericht und Kommentar kaum noch zu unterscheiden sind (man zähle die Adjektive in Nachrichtensendungen, die dort nichts verloren haben) und schließlich d) dass die Redaktionen der Informationssendungen in manchen Bereichen ganz klar und ohne Scham politische Stellung beziehen. Das bezieht sich vor allem auf den Umgang mit und der Auswahl von Berichten über Kirche, Konservative und den Schutz des Lebens.

  3. Bei Baerbock ist wohl ähnliches passiert, nur dass entsprechend andere Personen eingeladen wurden. Warum wird hier darüber nicht berichtet?

  4. Man kann nur hoffen, daß viele Bürger so mutig sind, entsprechend ihrer eigenen Meinung zu wählen.
    An die Journalisten: Gebt uns Informationen aus ALLEN Richtungen, aber keine Meinungen.

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