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Christen sollen „Zukunftsgestalter“ sein

Christen sollen Verantwortung übernehmen und die Zukunft nach Corona mitgestalten: Der Arbeitskreis Politik der Deutschen Evangelischen Allianz fordert in einem aktuellen Papier, „der Demokratie zu geben, was der Demokratie ist".
Von Norbert Schäfer
Die Mehrheit des Bundestages hat für das umstrittene Infektionsschutzgesetz gestimmt

Foto: kairospress

Christen sind aufgerufen, der „Demokratie zu geben, was der Demokratie ist“, lautet es in einer Stellungnahme der Deutschen Evangelischen Allianz

Die Deutsche Evangelische Allianz (DEA) fordert in einer Verlautbarung ihres Arbeitskreises Politik vom Donnerstag Christen dazu auf, die negative Grundstimmung der Corona-Pandemie zu überwinden und aktiv zu werden. Christen sollen als Nachfolger Jesu die Zukunft mit gestalten. Unter dem Titel „Zeit für Hoffnung“ ruft der Arbeitskreis Politik der DEA zu Einheit, Gebet und Solidarität auf.

Nach dem Willen des Arbeitskreises Politik, dem Mitglieder verschiedener Parteien angehören, sollen Christen nicht einen „resignativen Rückzug“ antreten, sondern sich der Verantwortung stellen und aktiv in der Demokratie mitwirken. „Im demokratischen Staat sind Christen aufgerufen, der „Demokratie zu geben, was der Demokratie ist“, heißt es in dem DEA-Papier. „Dazu gehört selbstverständlich, sich an Wahlen zu beteiligen, […], das Sozialwesen mitzugestalten“ und „Verantwortung für diese Gesellschaft wahrzunehmen“.

Die Pandemie habe vorhandene Schwach- und Sollbruchstellen in der Gesellschaft und dem Staat offengelegt, stellen die Autoren fest. Christen sollten sich daher fragen, was die Corona-Pandemie offenbare und welche Veränderungen nun notwendig seien.

„Meinungsstark“ mitreden, aber Finger weg von Verleumdungen


Christen sollten in der aktuellen Situation „meinungsstark mitmischen, sich aber aus jeglicher Verschwörungsdynamik und den damit verbundenen Verleumdungen heraushalten“, empfiehlt der Arbeitskreis in dem Papier. Lisa Walter, Konstantin Mascher und Uwe Heimowski, der Politikbeauftragte der DEA, stellen fest, dass sich wegen Corona Hoffnungslosigkeit und Resignation breit gemacht haben. Die Autoren empfehlen Christen, nicht in ein „spalterisches Horn“ zu blasen, sonder stattdessen die „Botschaft der Hoffnung“ in die Gesellschaft zu tragen.

Der drohenden Spaltung der Gesellschaft sollen Christen als Friedensstifter entgegentreten und gemäß der Aufforderung der Bibel für diejenigen beten, die in Regierung und Staat Verantwortung tragen. „Gebet bewegt den Arm Gottes“, heißt es in der Verlautbarung, und weiter: „Wenn wir das tun, sind wir keinesfalls angepasst staatstragend oder gar regierungshörig, sondern genau dort, wo Gott uns in der Krise zuerst sehen will: Auf den Knien!“

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4 Antworten

  1. In unserem so schönen , religions -und kulturreichen Land gibt es sicherlich viele gute Beispiele die die Regierung als Außenministerium, die Rundfunkanstalten und auch die Kirchen und andere Länder und Religionen als Mut machende Ideen und Botschaften weiterreichen können. Als Beispiele möchte ich hier nennen, die fast friedliche Revolution u. Wiedervereinigung 2er deutschen Staaten ( DDR / BRD/1989 ) das Bestehen von Kirchen, Kapellen, Synagogen und Moscheen sowie christliche , Muslimische oder Christlich/ Jüdische Gesprächskreise in vielen Städten und ab 2021 das ” House of One” als gemeinsames Religions Haus ( Kirche, Synagoge u. Moschee) mit Rabbiner, Iman und Pastor als Leiter , leider bisher nur in Berlin. Viele unter christlichen GmbH geleitete Krankenhäuser Schulen und Kindergärten, die für alle Bürger und Religionen offen sind. Dies sind doch nach zwei sehr grausamen ,schrecklichen Kriegen mit Millionen toten Bürgern, Soldaten, Flüchtlingen u. Vertriebenen sowie zerbombten Häusern, Fabriken Kirchen und Synagogen, gute Beispiele die auch als Zukunftschancen für andere Staaten genutzt werden könnten wenn man die Bürger und nicht machthungrige und fanatische Religions Rassisten wirken läßt und diese auch noch mit Waffen versorgt ! Die guten Beispiele müssen per CD , Geschenk Videos , Satellit und Internet,
    an Radio und TV Sender in ferne Länder und Krisengebiete verschickt werden oder durch Vorträge von “Friedensfreiwilligen” und „Zukunftsgestalter“ mit Diplomatenpass ausgerüstet, besonders im nahen und fernen Osten verbreitet werden.

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  2. Die gute Botschaft in die Gesellschaft tragen.
    Ja, das würde ich in Deutschland gerne einmal sehen.
    Nach meinen Beobachtungen sind die Amerikaner, diesbezüglich weniger zimperlich.

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  3. Wer beweist mir aus der Bibel, daß Gott seine Gemeinde dazu berufen hat, in der heutigen Weltzeit als Veränderer der bestehenden wirtschaftlichen und und sozialen Verhältnisse aufzutreten? Er selbst hat diese Formen des gegenwärtigen Äons eingerichtet, wo das Böse scheinbar unaufhaltsam seine schrankenlose Gewalt ausleben kann. Diese schlimme Situation soll zur Prüfung der Menschen dienen, aber auch zum Besten der Menschen, die durch die Leiden dieser schlimmen Zeit den Weg nach dem wahren Leben und der ewigen Errettung durch unseren Herren Jesus Christus suchen.
    Denn ihm ist es vorbehalten, nach der 7jährigen Wirkungszeit des Weltverbesserers “Antichrist”, im Millenium, dem Tausendjährigen Reich, den Menschen auf der Erde unter seiner Königsherrschaft das Reich des Friedens und der Gerechtigkeit zu errichten.
    Für die Gemeinde gelten die Worte Jesu an seine Jünger aus Matt.26 Vers 19.
    Man könnte sogar sagen, daß alle akuten menschlichen Versuche die Welt zu verändern, widergöttlich sind.

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  4. Super ! Vielen Dank für den richtigen Appell, dass sich Christen auch in der Politik aktiv und ehrlich beteiligen sollen/ mögen.
    Das ist viel besser als sich nur „ frömmlerisch“ in der eigenen Frömmigkeit wohl zu fühlen, oder gar „zu suhlen“.

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