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ARD-Film „Wie Gott uns schuf“ gewinnt Deutschen Fernsehpreis

Der ARD-Film „Wie Gott uns schuf - Coming-out in der katholischen Kirche“ ist am Mittwochabend mit dem Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie „Beste Dokumentation/Reportage“ ausgezeichnet worden.
Von Jörn Schumacher
ARD-Dokumentation Wie Gott uns schuf
„Wie Gott uns schuf“ thematisiert die Situation queerer Menschen, die für die katholische Kirche arbeiten

Die ARD-Dokumentation „Wie Gott uns schuf“ könne die katholische Kirche in eine weitere Glaubenskrise zu stürzen, so kündigte der Sender den Film Anfang des Jahres an. In der Kategorie „Beste Dokumentation/Reportage“ wurde der Film nun mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet. Die 60-minütige Dokumentation wurde am 24. Januar 2022 ausgestrahlt und ist seitdem auch in der ARD-Mediathek zu sehen. Für den Film von Hajo Seppelt, Katharina Kühn, Marc Rosenthal und Peter Wozny wurden 100 Menschen interviewt, die lesbisch, schwul, bisexuell, queer, oder nicht-binär sind. In ihrer Arbeit für die Kirche erlebten sie permanent Repressionen von der Kirche wegen ihrer sexuellen Orientierung.

„Der Preis gehört all jenen 100 Menschen, die sich getraut haben, vor die Kamera zu treten und zu sagen: Ich bin schwul oder lesbisch oder trans, Menschen, die von der Katholischen Kirche ganz schlimm diskriminiert worden sind“, sagte Hajo Seppelt in seiner Dankesrede am Mittwoch. Es gebe ein „riesiges Problem“ in der Kirche. „Gerade vor einer Woche hat die Katholische Kirche erneut gesagt, dass sie die Sexualmoral mehrheitlich nicht ändern möchte.“

Der Film erhält in diesem Jahr auch den Katholischen Medienpreis.

„Beeindruckende Vielfalt“

Die anderen nominierten Sendungen in der Kategorie waren: der ZDF-Film „Der Ausbruch – War die Pandemie vermeidbar?“, der kritisch das Handeln von Behörden, WHO und Politik während der Corona-Pandemie betrachtet; der Netflix-Film „Gladbeck“, in dem an die Geiselnahme von damals erinnert wird; der Film „Die Nacht, als die Flut kam – Protokoll einer Klimakatastrophe“ von Arte und ZDF über das Jahrhunderthochwasser im Ahrtal; die RTL-Dokumentation „Team Wallraff – Reporter undercover – Jetzt erst recht!“ zum Thema Pflegenotstand.

Herausragende Leistungen des Fernsehjahres 2021/22 wurden am Mittwochabend in den Sparten in Fiktion, Unterhaltung, Information und Sport in Köln ausgezeichnet. Das ZDF übertrug die 23. Verleihung des von ZDF, Sat.1, ARD, Deutscher Telekom und RTL gestifteten Deutschen Fernsehpreises, es moderierte Barbara Schöneberger. Insgesamt wurden Preise in elf Kategorien vergeben.

Der Jury-Vorsitzende Wolf Bauer sagte gegenüber der Presse: „Das deutsche Fernsehschaffen zeichnet sich aktuell durch eine beeindruckende Vielfalt an Inhalten, Formen und Perspektiven aus. Dabei führte schon allein die schiere Quantität der Angebote dazu, dass die Sichtungsarbeit für die Jury des Deutschen Fernsehpreises so umfangreich und zeitintensiv war wie nie zuvor.“ Insgesamt betrachtet sei das Fernsehen im zurückliegenden Beobachtungszeitraum „experimentierfreudiger, diverser und damit gegenwärtiger geworden“, so Bauer.

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8 Antworten

  1. „Gerade vor einer Woche hat die Katholische Kirche erneut gesagt, dass sie die Sexualmoral mehrheitlich nicht ändern möchte.“

    Wie denn auch? Das steht doch in der “heiligen” Schrift. Da müsste schon Gott seine Meinung ändern. Einmal hat er das ja schon gemacht als er mit dem neuen Testament vom strafenden zum lieben Gott wurde. Vielleicht verfasst er ja nochmal ein neues gendergerechtes LGBTQ-Testament.

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    1. Das neue Testament enthält zwar die frohe Botschaft. Aber weil die Menschen die nicht wollen, gehen sie dennoch verloren. NT mal lesen..

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  2. Den Aussagen “Wie Gott uns schuf” müsste erst einmal die Aussage vorangehen, “dass Gott uns schuf”. Und dem zugestimmt, das geglaubt werden. Auf der Grundlage der Bibel. Das beantwortet nämlich alle Folgefragen.

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  3. Wenn ich die zu Grunde liegenden Annahmen richtig verstehe, bedeutet das inzwischen: Die sexuelle Orientierung eines Menschen ist von Gott festgelegt, die geschlechtliche Identität eines Menschen jedoch nicht. Historisch betrachtet, war man im Christentum 2000 Jahre lang davon überzeugt, dass es sich genau umgekehrt verhält.

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  4. Gottes Wort ist der alleinige Maßstab, und wer Jesus lieb hat, der hält sein Wort – im Prinzip ganz einfach!
    Die Bibel sagt, dass Gott den Menschen als Mann und Frau geschaffen hat. Jesus sagt: „…Habt ihr nicht gelesen, dass der, der im Anfang den Menschen gemacht hat, sie schuf als Mann und Frau“ (Matth. 19,4 + 1.Mose 1,27). Die Bibel sagt auch, dass der allmächtige Gott der Schöpfer allen Lebens ist. In Psalm 95,6 lesen wir: „Kommt, lasst uns anbeten und knien und niederfallen vor dem Herrn, der uns gemacht hat.“
    Ich bin fest davon überzeugt, dass Gott keine Fehler macht. So wie er uns geschaffen hat, hat er es wunderbar gemacht. Gottes Wort fordert uns auf zu wählen, zwischen Segen und Fluch. Jeder Mensch muss sich entscheiden, ob er ohne Gott leben möchte, oder ob er das Liebesangebot Gottes annimmt und erleben darf, dass der lebendige Gott, wirklich alles NEU macht.
    Das menschliche Weisheit nicht wirklich zum Ziel führt, wird auch in den Theorien und Versuchen von John Money deutlich, dessen Projekt dramatisch gescheitert ist und dennoch als eine Grundlage für Gender Mainstreaming genommen wird.
    Lieber Gruß Martin Dobat

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  5. Kann man von sexueller Orientierung sprechen, wenn man sich jedes Jahr ein neues Geschlecht aussuchen kann? Das halte ich eher für eine Desorientierung.

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