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Anti-Korruptionsbeauftragte entlastet NDR-Chefin Rossbach

Verdächtigungen wegen Vetternwirtschaft gegen NDR-Landesfunkhausdirektorin Sabine Rossbach haben sich nicht erhärtet. Das haben Ermittlungen der Anti-Korruptionsbeauftragten ergeben.
Ein NDR-Gebäude in Hamburg

Foto: W. Meinhart

Seit 2010 ist Sabine Rossbach Direktorin des NDR Landesfunkhauses Hamburg

Die Prüfung der unabhängigen Anti-Korruptionsbeauftragten beim NDR Hamburg ist abgeschlossen und hat Landesfunkhausdirektorin Sabine Rossbach entlastet. Zu den vorliegenden Vorwürfen wurden „keinerlei Korruptionstatbestände durch Handeln oder Unterlassen“ der Direktorin festgestellt, wie der NDR am Montag mitteilte. Dennoch stellt Rossbach ihr Amt zum 1. April 2023 zur Verfügung.

„Ich bin erleichtert, dass sich die schweren Verdächtigungen nicht erhärtet haben“, so NDR-Intendant Joachim Knuth. Der unabhängige Bericht der Anti-Korruptionsbeauftragten entlaste die Direktorin sowie betroffene Kolleginnen und Kollegen. Nach Rossbachs Worten ist in den vergangenen Wochen viel gegenseitiges Vertrauen verloren gegangen. Daher möchte sie nach eigenen Angaben den „Weg frei machen für eine Neuaufstellung“.

Rossbach hat 2012 in einem Fall gegen die NDR-Dienstanweisung zum Schutz vor Korruption verstoßen, weil sie damalige Vorgesetzte nur mündlich und nicht schriftlich darüber informiert hatte, dass ihre Tochter Miteigentümerin einer PR-Agentur ist. Die PR-Agentur betreut auch in Hamburg Veranstaltungen, über die im NDR-Programm berichtet wurde. Der erhobene Verdacht, dass Veranstaltungen im Programm des NDR „platziert“ worden seien, sei bei den geprüften Fällen unbegründet, hieß es.

Parallel zur Prüfung der Anti-Korruptionsbeauftragten hat Intendant Knuth eine interne journalistische Aufarbeitung in Auftrag gegeben. Sie soll prüfen, ob journalistische Standards verletzt wurden oder es eine Beeinflussung der Berichterstattung gegeben hat. Die Ergebnisse sollen bis Ende der laufenden Woche vorliegen, so der NDR.

epd
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3 Antworten

  1. Es ist der helle Wahnsinn, wieviel die Intendant(inn)en der Fernsehanstalten verdienen. Da ist die Rede
    von 300.000 Euro jährlich + X. Und wer zahlt`s ? Aber natürlich, der Gebührenzahler.

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  2. Wie unangemessen die Intendanten des ÖRR entlohnt werden – sogar nach ihrem Ausscheiden werden diese noch weiterbezahlt – das berichtet die FAZ hier:
    “Im öffentlich-rechtlichen Rundfunk gibt es nicht nur Betriebsrenten. Spitzenfunktionäre einiger Sender haben vor der Rente Anspruch auf „Ruhegeld“, wenn ihr Vertrag endet. Beim RBB gilt das schon, wenn derjenige überhaupt nur einen Tag im Job gearbeitet hätte.”
    https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/chefs-von-ard-und-zdf-bekommen-hohes-ruhegeld-18413392.html

    Was sonst noch alles schiefläuft im ÖRR, nämlich Korruption, Vetternwirtschaft, Genderismus, Ideologie und Gebührenverschwendung, das hat “PRO” hier analysiert:
    https://www.pro-medienmagazin.de/fromme-wuensche-an-ard-und-co/

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