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Alles halb so wild?

Wetter, Klima, Corona: Wie wir mit Warnungen umgehen können. Gedanken von Jürgen Mette.
Von Jürgen Mette
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Foto: Sven Lorenz

Jürgen Mette plädiert für den Schutz des Planeten

Es sieht so aus, als würden wir schon das Licht am Ende des Tunnels sehen. Oder sind das die Lichter des entgegenkommenden Zuges? 

Ich erinnere mich noch an die hysterischen Wettermeldungen im Herbst vergangenen Jahres, die uns auf einen der schrecklichsten Winter vorbereiten wollten. Eine Schneewalze würde auf uns zurollen. Und bitterkalt sollte es werden. Die Gasvorräte wären so gut wie leer und wir sollten uns auf traurige Weihnachten einstellen. 

Nun sollte man nicht den Frühling zu früh loben, aber in unseren mittelhessischen Breiten habe ich an maximal vier Tagen Schnee räumen müssen, mit dem Besen, nicht mit dem Schneeschieber. Die befürchtete Schneewalze aus dem Osten lässt auf sich warten. Unsere Enkelkinder hatten einen Schneemann gebaut, der in wenigen Stunden weggeschmolzen war. Ein nasskalter Winter wie in den letzten Jahren zuvor. Im Februar kann zwar noch viel passieren, aber der Monat ist mit seinen 28 Tagen ohnehin ein kalendarischer Sonderfall.

Ich habe mich auf die Experten der Virologie verlassen, habe stets die diversen politischen Vorgaben ernst genommen und ich bin damit gut durch den Winter gekommen. Karl Lauterbach steht immer noch auf der Bremse, aber Lothar Wieler vom RKI lässt erstmalig einen verhaltenen Optimismus erkennen. Allerdings hat Wieler mit seinem überraschenden Empfehlungspapier zu maximalen Kontaktbeschränkungen sowie der kürzlichen Änderung des Genesenenstatus Verwirrung gestiftet. 

Die Erde ist uns anvertraut

Das irritiert mich heftig. War alles halb so schlimm? Lockerungen trotz steigender Werte, die bisher als Bemessungsgrundlage für die Bekämpfung der Pandemie gedient haben? 

Ich bin gespannt auf das Postludium der Pandemie. Wie wird man die Tonlage vom depressiven Moll in die heiteren Dur-Akkorde wechseln? Ich sehne jedenfalls das Ende des Ausnahmezustandes herbei: Leben ohne beschlagene Brillengläser! Alles andere war erträglich. Ich danke Gott dafür.

Im Blick auf die akute Kriegsgefahr ergeht sich Kanzler Scholz in Ankündigungen und Beschwichtigungen. Er sagt wenig Verbindliches. Und die umtriebig eifrige Außenministerin holt sich die ehemalige Chefin von Green Peace und Umweltaktivistin Jennifer Morgan in ihr Team, obwohl das Thema Klima zu Robert Habecks Ressort gehört. Schauen wir mal, was die beiden starken Frauen bewegen.

Heute Morgen bin ich an der Herrnhuter Tageslosung aus Psalm 115,16 hängen geblieben: „Der Himmel ist der Himmel des HERRN, aber die Erde hat er den Menschenkindern gegeben.“ Das „oben“ und „unten“ beschreibt keine kosmologische Ordnung. 

Gott hat seinen unfassbar schönen Planeten Erde uns Menschenkindern anvertraut. Ein Geschenk des Schöpfers an uns. Er setzt Vertrauen in uns, dass wir pfleglich mit diesem kleinen Planeten umgehen. Alles, was vorfindlich war, sollte gehegt und gepflegt werden, gewässert und kultiviert werden, damit wir in Frieden und Freiheit leben können.

Irgendwann haben unsere Vorfahren begonnen, die Erde zu beschädigen, das Nicht-Nachwachsende abzubauen. Zum ersten Mal in der Menschheits-geschichte haben die „Menschenkinder“ kapiert, dass Gott uns die Erde „vorübergehend“ anvertraut hat. Das Wort Schöpfung wird zwar meistens ohne den Schöpfer gebraucht, aber Menschen haben die Zeichen der Zeit erkannt und engagieren sich für den Klimaschutz, für den Schutz der Arten und gegen die Ausbeute fossiler Energie. 

Die katastrophalen Überschwemmungen im Ahrtal haben uns aus der Lethargie geweckt. Der Himmel ist des Herrn. Die Erde hat er uns anvertraut. Die an den Schöpfer glauben, werden dieses Geschenk schützen und bewahren. Aus Liebe zum Schöpfer.

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9 Antworten

  1. wenn man dieser Argumentationsweise folgt, kommen die SUV Fahrer in die Hölle und die Veganer in den Himmel !? Ein ganz neuer Ansatz: Halleluja !!! Ein Umschreiben der Bibel erübrigt sich, unsere modernen Theologen ergründen die wahre Bedeutung der auch Wort Gottes enthaltenden biblischen Schriften.
    Das muss das Licht sein von dem Jürgen Mette schreibt.
    Wir Stammtischbrüder sehen da alt aus mit unseren vorsintflutlichen Essgewohnheiten und ungedämmten Häusern, ein sichtbares Zeichen fehlender Liebe gegenüber dem Schöpfer. Schande über uns !

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    1. Stammtischbruder, was du alles in den Artikel von Jürgen Mette reininterpretierst???? Aber wie heißt es es so schön ? ” Getroffene Hunde bellen ….

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      1. Schon das „Pseudonym“ „Ich—mag — Mette“ finde ich klasse ! Super !
        Und das , was Sie kommentieren nicht weniger klasse ! Und auch s u p e r !

        Und dann dachte ich „noch so“: hoffentlich fährt der bibeltreue, fromme Stammtischbruder nicht einen „Suv“ !
        Sonst landet er bedauerlicher weise auch noch in der Hölle 😩😰😱🔥
        Und dann hoffe ich doch auch sehr für ihn, dass er als „Stammtisch—Bruder“ nicht auch noch im Suff versinkt; denn am Stammtisch wird ja manchmal nicht nur diskutiert, sondern auch reichlich „gesoffen“ ……🤮😪👹🐖🍹🥃

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    2. Da muss auch ein Stammtischbruder zwischen Gottes Auftrag und der Errettung aus Gnade unterscheiden können.
      So wie vorgetragen hat das Herr Mette sicher nicht gemeint.

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    3. Stammtischbrüder sterben aus, das geschieht heute im “sozialen Netzwerk”. Es gilt hier kein grundsätzlich neuer Ansatz, wir müssen den Erkenntnisgewinn der Wissenschaft in andere Verhaltensweisen übertragen. Die Handlungsanleitungen in der Bibel geben eine allgemeine Handlungsrichtung vor daher muss die Bibel nicht umgeschrieben werden. Wir müssen die Grundsätze und neue wissenschaftliche Erkenntnisse in geändertes Verhalten umsetzen. Ich habe in der Bibel auch kein Gebot gefunden “Du sollst nicht SUV fahren”, was zu ändern notwendig wäre.

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  2. “Ich habe mich auf die Experten der Virologie verlassen, habe stets die diversen politischen Vorgaben ernst genommen und ich bin damit gut durch den Winter gekommen”

    Ich habe das Gegenteil gemacht und bin auch gut durch den Winter gekommen, den ich nach den Worten des Gesundheitsministers gar nicht hätte überleben dürfen (“geimpft, genesen oder gestorben”).

    “Das irritiert mich heftig.”

    Kein Wunder, wenn man den “Experten” der Regierung vertraut hat.

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    1. Prima
      Dem kann ich nur beipflichten, wer den sogenannten Experten mehr vertraut als dem gesunden, gottgegebenen, Menschenverstand, der ist für mich nicht ernst zu nehmen, schon gar nicht als sogenannter Christ!

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  3. In Kenntnis der Naturgewalt sollten wir unser eigenes Handeln einordnen. Es erscheint mir sehr problematisch die früher erzeugten Zukunftsprobleme als billigend in Kauf genommene Zukunftszerstörung zu betrachten. Frühere Wissenschaftler kannten die Nachteile ihrer Handlungsweise noch nicht. Die heutigen Wissenschaftler verstehen dieses Problem nicht, und glauben sie wüßten es heute besser. Die Wissenschaft ist mit Vorhersehbarkeit der Zukunft nur wenig weitergekommen. Die Maßnahmen werden gute Wissenschaftler als Vorsorge betiteln. Sie können das in der Bibel mit den 7 fetten Jahren und 7 Dürrejahren nachlesen. Die Natur ist sehr vielschichtig und nicht klar in der Abgrenzung von richtig und falsch. Es ist in der Gesellschaft so, dass alle gemeinsam in die Situation kommen egal ob man sich positiv verhalten hatte oder nicht. Ich habe jedenfalls von keinem Gesundheitsminister gehört, dass alle ungeimpften sterben und die Impfung eine Überlebensgarantie gibt. Der Begriff Naturgesetze kann missverstanden werden. Die Naturgesetze schreiben entgegen anderen Gesetzen kein Handeln vor, sondern Wissenschaftler versuchen mit Ihnen das Verhalten zu beschreiben. Es ist nicht abzusehen, dass dieser Versuch irgendwann erfolgreich wird.

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