Aktuell läuft Staffel 16 der Castingshow „The Voice of Germany“. In den sogenannten „Battles“, in denen die Talente gegeneinander antreten, kam es an diesem Wochenende zu einem kleinen Eklat: Kandidatin Jessica Paulo verweigerte ein Duett mit ihrem Gesangspartner – aus religiösen Gründen.
Eigentlich sollten beide gemeinsam den Song „Ave Maria“ singen. Paulo konnte das aber nicht mit ihrem christlichen Glauben vereinbaren. Sie sei evangelisch und in „Ave Maria“ werde Maria, die Mutter Gottes, angebetet. Das könne sie mit ihren religiösen Überzeugungen nicht vereinbaren. „Dieser Song geht direkt an Maria. Es ist ein Gebet zu ihr. Und wir beten Maria nicht an. Ich bete nur Jesus Christus an“, sagte sie in der Show.
Auch einen nicht-christlichen Titel zu singen, kam für sie nicht in Frage. „Ich fände es am schönsten, wenn wir ein Lied finden könnten, in dem es einfach grundsätzlich um Gott geht“, erklärte sie während der Vorbereitungen auf das gemeinsame Battle.
Die Streitigkeiten endeten damit, dass Paulo und ihr Gesangspartner Hank zwei verschiedene Songs sangen. Paulo präsentierte „Gratitude“ von Brandon Lake, Hank sang „Sound of Silence“ von Simon & Garfunkel. Das ist eigentlich gegen die Regeln. Die Kandidaten müssen bei den Battles einen gemeinsamen Song präsentieren. Rapperin Shirin David, in deren Coaching-Team Paulo und Hank sind, begründete ihre Entscheidung damit, dass sie so kurz vor der Sendung die Duettpartner ihres Teams nicht mehr umstellen konnte.
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Bei den anderen Juroren sorgte der Auftritt von Paulo und Hank für Missmut. Michi Beck von den „Fantastischen Vier“ sagte: „Ich finde es nicht okay. Wir hatten auch schon Battles, wo sich einer nicht wohlgefühlt hat. Da mussten wir einen anderen Song finden.“ Und Sänger und Juror Nico Santos erklärte: „Der Glaube sollte Menschen eigentlich zusammenbringen. Das ist hier leider nicht passiert.“
Für die beiden Kandidaten zahlte sich das Prozedere trotzdem aus: Sie kamen beide eine Runde weiter.