Drahtzieher der Oster-Anschläge von Sri Lanka verurteilt

Ein Gericht in Sri Lanka hat 15 Angeklagte im Prozess um die Oster-Attentate 2019 schuldig gesprochen. Damals wurden fast 300 Menschen getötet.
Nach Überzeugung der Regierung Sri Lankas haben radikale Islamisten (Symbolbild) die Selbstmordattentate begangen

Rund sieben Jahre nach den Oster-Terroranschlägen in Sri Lanka mit rund 270 Toten sind 15 der Angeklagten für schuldig befunden worden. Neun weitere Angeklagte seien am Dienstag von einem Gericht in der Hauptstadt Colombo freigesprochen worden, wie die Zeitung „Daily Mirror“ berichtete. Das Strafmaß sollte zeitnah verkündet werden.

Laut der britischen BBC wurde unter anderem der Islamist Naufer Moulavi für schuldig befunden, der als Drahtzieher der Anschläge gilt. Insgesamt hatte die Staatsanwaltschaft mehr als 23.000 Anklagepunkte eingereicht, darunter Verschwörung zur Ausübung von Selbstmordanschlägen sowie Beihilfe.

Bomben in mehreren Kirchen

Am Ostersonntag 2019 hatten mehrere Attentäter fast zeitgleich Bomben in drei Kirchen in verschiedenen Städten und drei Luxus-Hotels in der Hauptstadt zur Explosion gebracht. Neben den Toten gab es um die 500 Verletzte. Unter den Toten waren auch 45 ausländische Staatsbürger. Die Attentäter sollen nach Aussagen der Behörden in Verbindung zum Terrornetzwerk „Islamischer Staat“ gestanden haben.

epd
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