Der Linken-Bundesvorsitzende Jan van Aken ist nach eigener Aussage katholisch und sozial erzogen worden. „Werte wie Nächstenliebe haben mich geprägt“, sagte van Aken der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ (Freitag). „Meine Mutter war streng katholisch, sicher auch ein Grund, warum ich sehr sozial erzogen wurde“, erläuterte der Parteichef. Sie habe ihm Werte wie Nächstenliebe „ganz stark vorgelebt, jeden Tag“.
Van Aken, der laut der Zeitung als Kind Messdiener war, sagte in dem Interview aber auch, dass er „als Jugendlicher mit der Kirche gebrochen“ habe. Als junger Erwachsener habe er „alle Kirchen aus Prinzip gemieden“.
Wiedereintritt kein Thema
Der Linken-Bundesvorsitzende erklärte jedoch, er habe sich mit der katholischen Kirche wieder versöhnt, als er für Greenpeace auf den Philippinen gewesen sei und Unterstützung von einem Pfarrer vor Ort erhalten habe. „Es gibt auch gute Teile der katholischen Kirche“, unterstrich van Aken. Auf die Frage, ob er sich einen Wiedereintritt in die Kirche vorstellen könne, antwortete der Parteichef mit den Worten „Eher nicht“. Mitglied einer Kirche zu sein, hänge mit dem Glauben zusammen. „Ich kann mir vorstellen, dass es etwas Höheres gibt. Aber ich glaube nicht so, wie meine Mutter an Gott geglaubt hat“, machte er deutlich.