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YouTuber spielt Bibelgeschichten mit Playmobil nach

Der Autor Michael Sommer hat die Bibel mit Playmobil-Figuren nachgestellt. Die Videos dauern bis zu zehn Minuten. Jetzt ist mit der Offenbarung des Johannes auch das letzte Video online gegangen.
Von Johannes Blöcher-Weil
Micael Sommer mit seinen Playmobilfiguren

Foto: Klaus Wankmiller

Mit Playmobilfiguren stellt Michael Sommer Werke der Weltliteratur im Video nach – jetzt hat er auch sein Bibel-Projekt finalisiert.

Auf seinem YouTube-Kanal hat Michael Sommer viele ausgewählte Werke der Weltliteratur nachgespielt. Im Oktober 2020 ist er damit gestartet, das Buch der Bücher in Szene zu setzen. Jetzt hat das Projekt Bibel to go seinen Abschluss gefunden: Die Offenbarung des Johannes steht online.

Der bekannte YouTuber hat das Projekt gemeinsam mit evangelisch.de umgesetzt. Das Portal hat Sommer theologisch beraten. Die Videos zu den einzelnen Büchern sind meistens nicht länger als zehn Minuten. Auf dem YouTube-Kanal hat sie Sommer chronologisch abgearbeitet. Die Ergebnisse waren montags auf seinem Kanal „Sommers Weltliteratur to go“ und dienstags auf evangelisch.de zu sehen.

Beim Start des Projekts hatte der Literaturwissenschaftler erklärt, dass er Menschen erreichen möchte, die „entweder keine Ahnung von der Bibel haben und auf diese Weise vielleicht neugierig darauf werden, oder Bibelfans, die Lust auf eine unterhaltsame Umsetzung ihres Lieblingsbuches haben“. Gefördert wurde das Projekt vom Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik.

Rekordhalter: 1. Buch Mose

Am häufigsten aufgerufen wurde das 1. Buch Mose mit 85.000 Klicks. Zur Umsetzung gab es auch kritische Stimmen. Sommer gehe mit den biblischen Inhalten zu respektlos um, hieß es teilweise. Im Video-Interview mit dem Sonntagsblatt erläutert der Macher, dass er sich nicht auf Gott als alten weißbärtigen Mann festlegen wolle. Deswegen habe er Gott nicht immer als Mann dargestellt, um keine Klischees zu bedienen und andere Sichtweisen zu ermöglichen.

In dem Gespräch erklärt er auch, wie die Videos entstehen. Freitags höre und lese er zunächst die biblischen Bücher. Danach schreibe er ein Skript und überlege, welche Inhalte wirklich essenziell für ein Video seien. Am Montag drehe er das Video und stimme es mit evangelisch.de ab. Dabei lege er Wert darauf, die Rollen möglichst bunt zu besetzen. Indem er in den Geschichten möglichst viele Menschen repräsentiere, könnten die Inhalte auch für viele wichtig werden.

Bibel hat kulturgeschichtliche Spuren hinterlassen

Durch das Projekt habe er die Bibel erstmals vollständig gelesen. Er sei christlich erzogen worden, aber manche Geschichten und Inhalte seien ihm nicht präsent gewesen. Gewalt- und Inzest-Stellen habe er in seinen Videos bewusst ausgelassen. Auch müsse man bei der Produktion der Videos bedenken, dass damals andere Normen und Werte gegolten haben als heute. Er freue sich, wenn Menschen durch die Videos die Bibel zur Hand nehmen oder mit anderen darüber reden würden.

Für Sommer hat die Bibel die meisten Spuren in der Kulturgeschichte hinterlassen: „Wer die Inhalte der Bibel nicht kennt, kann mit ganz vielen Sprichwörtern und Ausdrücken nichts anfangen.“ Das Projekt könne dabei helfen, die eigenen Wurzeln wieder neu zu entdecken und sich mit ihnen – „gerne auch kritisch“ – zu befassen. Die Videos ermöglichen auf jeden Fall einen ersten Überblick über die Bibel. Das Projekt „Bibel to go“ ist eine Möglichkeit, die biblische Botschaft verständlich zu präsentieren.

Sommers YouTube-Kanal wurde 2018 mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet.

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