Wird Monika Grütters die nächste Bundespräsidentin?

Im Januar 2027 wird in Deutschland ein neues Staatsoberhaupt gewählt. Eine heiße Kandidatin, die als präsidiabel gilt, ist laut Medienberichten die katholische Christin und langjährige Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU).
Von Johannes Blöcher-Weil
Monika Grütters

Deutschland braucht nächstes Jahr einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin für Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD). Laut „Spiegel“ scheint die frühere Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) eine geeignete Kandidatin, auf die sich alle demokratischen Parteien der Mitte einigen können.

Dem Spiegel nach zu urteilen, würde sie die notwendige politische Erfahrung mitbringen und wäre auch für die SPD und die Grünen wählbar. Die frühere Kulturstaatsministerin und langjährige CDU-Parlamentarierin ist also eine vorstellbare Kandidatin. Sie wäre die erste Frau in dieser Position. Grütters hat sich zu den Recherchen bisher noch nicht öffentlich geäußert.

Langjährige Vertraute von Angela Merkel

Die 64-jährige CDU-Politikerin war von 2005 bis 2025 Mitglied im Deutschen Bundestag. Zudem gehörte sie dem CDU-Präsidium an und war Vorsitzende des Berliner Landesverbands. Auch im Berliner Abgeordnetenhaus war sie zehn Jahre Abgeordnete. Als Kulturstaatsministerin war die Vertraute von Kanzlerin Angela Merkel weit über die Parteigrenzen hinaus anerkannt.

Ins Spiel gebracht haben soll, laut Focus, den Namen der frühere Bundespräsident Joachim Gauck. Grütters sitzt außerdem im Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK). Katholische Amtsinhaber waren bisher Heinrich Lübke und Christian Wulff. Gegenüber PRO bezeichnete Grütters 2016 die Bibel als „wichtige Grundlage für das menschliche Miteinander – besonders auch im Umgang mit anderen Religionen“.

Christen sollten der Stigmatisierung entgegentreten

Sie warb im Zuge der Flüchtlingskrise darum, „auch im Fremden den Nächsten zu sehen“. Von Christen erhoffe sie sich, dass sie „selbstbewusst für unsere demokratischen Werte eintreten und auch den Mut hätten, sich „unter Andersdenkenden öffentlich zu christlichen Werten und Überzeugungen zu bekennen“ – gerade im Hinblick auf die gesellschaftlichen Herausforderungen.

Die christlichen Kirchen bezeichnet sie als zentrale Akteure des kulturellen Lebens in Deutschland: „Gegen die in Teilen der Gesellschaft sichtbaren Ressentiments und Gewalttaten gegenüber als ‚fremd‘ Stigmatisierten müssen wir als Christen Stellung beziehen und Ängsten entgegenwirken, in Pfarrgemeinden, Verbänden und Organisationen“, sagte sie.

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