Weniger Handy, mehr Wohlbefinden

Wer weniger Zeit mit dem Handy verbringt, lebt zufriedener und gesünder. Aber wie soll das gehen, wenn man etwa beruflich gut erreichbar und immer auf dem neusten Stand sein muss? Es gibt eine gute Nachricht aus der Wissenschaft.
Von PRO

Beim Frühstück, beim Warten an der Supermarktkasse, zwischendurch mal eben schnell, in der Pause, abends nebenbei beim Fernsehen: Der Blick aufs Handy, kurz Nachrichten checken, etwas googlen, Statusmeldungen anschauen, Messages verschicken.

„Nun lass das Handy doch mal liegen!“ Den Satz habe ich schon öfters von meiner Familie gehört. Ich gebe es zu: Ich habe es oft griffbereit. Viel zu oft?

Beim morgendlichen Zeitunglesen (tatsächlich bin ich, was die Tageszeitung angeht, aus Überzeugung analog unterwegs) fällt mir die Überschrift auf der Titelseite ins Augen: „Weniger Handy, mehr Zufriedenheit“.

Darunter eine kurze Meldung zu einer Studie der Ruhr-Universität Bochum. Das klingt spannend. Ich google danach – jetzt übrigens mit meinem Laptop, nicht mit dem Handy – und erfahre mehr über die negativen Folgen der ständigen Nutzung der Smartphones:

Eingeschränkte Leistungsfähigkeit, Nackenschmerzen, Fettleibigkeit und Suchtverhalten. Durchschnittlich sind wir mehr als drei Stunden täglich mit dem Handy beschäftigt.


Glaube. Macht. Politik.
Weniger Handy, mehr Wohlbefinden
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Ich fühle mich ertappt und frage mich, welche Konsequenzen ich daraus ziehen müsste. Nur noch dreimal am Tag das Smartphone in die Hand nehmen? Oder komplett darauf verzichten? Das krieg ich nicht hin! Als freiberufliche Journalistin und Rednerin muss ich zeitnah auf Mails antworten, auch wenn ich unterwegs bin. Viele meiner Kontakte laufen über Messenger-Dienste und soziale Netzwerke.

Wie viel weniger Smartphone am Tag würde guttun? Diese Frage sollte die Studie beantworten, in der es drei Testgruppen mit jeweils 200 Personen gab.

Gruppe eins verzichtete eine Woche komplett aufs Handy, die zweite senkte die Nutzungszeit um eine Stunde und die dritte änderte nichts am Nutzungsverhalten.

Das Ergebnis: Bei den Testpersonen, die ganz oder nur eine Stunde auf das Handy verzichtet haben, hatte das positive Auswirkungen auf das Wohlbefinden und den Lebensstil. Depressionen- und Angstsymptome und Nikotinkonsum gingen zurück.

Geschenkte Zeit

Spannend fand ich, dass diejenigen, die nur stundenweise reduziert hatten, auch vier Monate nach der Studie noch weniger Zeit mit dem Handy verbrachten.

„Es ist nicht nötig, komplett aufs Smartphone zu verzichten, um sich besser zu fühlen“, so fasste die Forschungsleiterin die Ergebnisse der Studie zusammen.

Das ist doch mal eine gute Nachricht für Leute wie mich, die viel und gerne mit dem Handy herumhantieren. Reduzieren ist für mich machbar. Wie ich das einteile, ob viertelstundenweise oder am Stück, kann ich mir noch überlegen.

Eine Stunde weniger am Tag mit dem Handy verbringen. Das sind sieben Stunden in der Woche, 30 bis 31 Stunden im Monat. Was mache ich mit der „geschenkten Zeit“?

Aber Moment mal. Jede Minute, die ich erlebe, ist ein Geschenk von Gott, meinem Schöpfer, an mich. Die handyfreien Minuten kann ich umso mehr genießen und dabei ein zufriedenes „Gott sei Dank“ gen Himmel schicken!

Weniger Handy, mehr Zufriedenheit“ – DAS find ich gut!

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