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Weniger Christen im Bundestag

Nur rund jeder zweite Abgeordnete des Deutschen Bundestages gehört einer christlichen Kirche an. Das geht aus einer am Freitag veröffentlichten Statistik hervor. Die meisten Protestanten und Katholiken finden sich demnach bei der Union, die wenigsten bei der Linken.
Von PRO
Nur rund die Hälfte der Abgeordneten des Deutschen Bundestages bekennt sich zum christlichen Glauben

Foto: Deutscher Bundestag/Achim Melde

Nur rund die Hälfte der Abgeordneten des Deutschen Bundestages bekennt sich zum christlichen Glauben

Rund 54 Prozent der in den Bundestag gewählten Politiker gehört nach eigenen Angaben einer christlichen Kirche an. Das berichten katholische und evangelische Nachrichtenagenturen über eine am Freitag veröffentlichte Statistik des Deutschen Bundestages. Demnach machten von den 709 Abgeordneten 270, also etwa 38 Prozent, keine Angaben zu ihrer Religionszugehörigkeit. Das ist laut Katholischer Nachrichtenagentur (KNA) der höchste Anteil seit der Wiedervereinigung der Bundesrepublik. Zugleich sinkt der Anteil der Christen auf einen Tiefstand seit 1990.

27 Prozent sind katholisch und 26 Prozent evangelisch. Knapp acht Prozent bezeichnen sich als konfessionslos. Unter den Politikern sind drei Muslime. Ein einzelner Abgeordneter der Linken bezeichnete sich als Atheist. Fünf weitere Abgeordnete sind entweder alevitisch, orthodox oder altkatholisch.

Die prozentual meisten bekennenden Christen finden sich mit 85 Prozent in der Unionsfraktion, gefolgt von der FDP-Fraktion mit 56 Prozent. Bei der SPD bekennen sich 47 Prozent zum evangelischen oder katholischen Glauben, bei der AfD 30 Prozent und bei den Grünen 21 Prozent. Schlusslicht ist die Linke mit zwölf Prozent Christen. Die Erhebung wird aufgrund von Selbstangaben der Politiker erstellt.

Von: Anna Lutz

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