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Weisheit und Augenmaß für Alaba und seine Millionen

Der Bayern-Profi David Alaba schmückt regelmäßig den Blätterwald oder die digitalen Nachrichtenkanäle, wenn er sich mit seinen T-Shirts zu Jesus bekennt. Jetzt muss sich der Fußballer harte Kritik gefallen lassen. Die Gehaltsforderungen seiner Berater lassen so manchen vom Glauben abfallen. Ein Kommentar von Johannes Blöcher-Weil
Von PRO
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Passen die Gehaltsforderungen von David Alaba zu seiner christlichen Einstellung?

Foto: picture alliance / AA | Julian Finney / UEFA / Handout

Passen die Gehaltsforderungen von David Alaba zu seiner christlichen Einstellung?

Zugegeben: Meine Sympathien für den deutschen Fußballverein Bayern München sind nahe Null. Ich werde von Freunden und Bekannten immer wieder kritisiert, wenn ich noch nicht einmal bei internationalen Partien zu den Bayern halte. Vielleicht ist es die verletzte Kinderseele, wenn die Bayern vor 30 Jahren immer wieder die besten Spieler meines Lieblingsklubs aus dem hohen Norden zu sich gelotst haben.

Einer der wenigen Sympathieträger ist für mich (bisher) der Österreicher David Alaba. Wenn der dunkelhäutige Spieler mit seinem österreichischen Akzent vor die Kameras tritt, haben die Spielanalysen meist Hand und Fuß. Ich hatte höchsten Respekt vor ihm, als er sich nach dem gewonnenen Champions-League-Endspiel um seinen unterlegenen Kontrahenten Neymar jr. kümmerte, während seine Mannschaftskollegen feierten. Und es freut mich, wenn er die beste Botschaft der Welt – die von Jesus Christus – auffällig und prominent weitergibt.

Bei der heutigen Schlagzeile über den Fußballprofi musste ich schlucken. 25 Millionen Euro Jahressalär fordert Alaba mit seinen Beratern für die kommenden fünf Jahre. Ganz schön heftig, denke ich mir. Natürlich ist mir bewusst, dass Angebot und Nachfrage den Markt regeln. Wenn ein Verein bereit ist, ihm die Summe zu zahlen, ist das so. Da bin ich nicht naiv.

Genug Pfunde zum Wuchern

Trotzdem kommen mir Bibelstellen in den Sinn, die vor Geldgier warnen und dazu ermutigen, mit dem zufrieden zu sein, was wir haben. Das gilt im großen Fußballzirkus, aber auch bei bescheideneren Gehältern im Journalismus oder anderswo. In meiner Lokalzeitung kritisiert ein Redakteur, dass er bei solchen Summen die Gefahr sieht, selbst vom Glauben abzufallen.

Bei Alaba könnte es vielen Menschen bitter aufstoßen, dass er auf der einen Seite Wasser predigt und gleichzeitig der Eindruck entsteht, dass er sich selbst Wein gönnt. Egal, welches Gehalt er letzen Endes bekommt, wünsche ich ihm die Weisheit, es sinnvoll zu verwenden, im wahrsten Sinne des Wortes mit seinen Pfunden zu wuchern und sie auch für andere einzusetzen. Das wäre einem positiven Bild von Christen dienlich und würde vor einem zu habgierigen Eindruck in der Öffentlichkeit bewahren.

Als Vorbild könnte ihm der neue Schalke-Spieler Vedad Ibisevic dienen. Vor seinem Wechsel in den Ruhrpott hatte er eigenen Aussagen zufolge wesentlich attraktivere Angebote abgelehnt. Er sorgte für Schlagzeilen, als er ankündigte, sein komplettes jährliches Grundgehalt an karitative Organisationen zu spenden. Dass es sich dabei, wie das Fußballmagazin Kicker meldet, um 100.000 Euro handelt, dementiert der Profi. Seine Aussage, dass er nicht zu Schalke gekommen ist, um Geld zu verdienen, würde ich relativieren. Er hat aber mit seiner Spende ein Zeichen gesetzt. Mehr davon!

Von: Johannes Blöcher-Weil

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