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Todesstrafe wegen Blasphemie im Netz

Weil ein 30-Jähriger auf Facebook den Propheten Mohammed beleidigt haben soll, hat ihn ein pakistanisches Gericht zum Tode verurteilt. Es ist das erste Mal, dass Pakistan Blasphemie im Netz derart hart bestraft.
Von PRO
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Pakistan überwacht Facebook-Aktivitäten genau. Ein falsches Wort kann über Leben und Tod entscheiden
Pakistan überwacht Facebook-Aktivitäten genau. Ein falsches Wort kann über Leben und Tod entscheiden

Der 30-jährige Taimoor Raza soll in einer Facebook-Diskussion den muslimischen Propheten Mohammed beleidigt haben. Ein Gericht hat ihn jüngst für schuldig erklärt und zum Tod durch Erhängen verurteilt. Das berichtet die britische Tageszeitung The Guardian. Raza ist demnach bereits im vergangenen Jahr gemeinsam mit 14 Anderen inhaftiert worden. Ein pakistanischer Agent hatte die Facebook-Debatte verfolgt und blasphemische Äußerungen gemeldet. Medienberichten zufolge gehört Raza zur Minderheit der Shia-Muslime.

Bereits Anfang des Jahres machte das Vorhaben des pakistanischen Ministerpräsident Nawaz Sharif Schlagzeilen, Internetpräsenzen zu sperren, in denen gotteslästerliche Inhalte auftauchen. Er kündigte damals bereits an, wer Blaspehmie online äußere, werde strikt verfolgt und entsprechend bestraft – in Pakistan kann wegen Beleidigung des Propheten Mohammed die Todesstrafe verhängt werden. Der Politiker bat damals auch die Betreiber Sozialer Medien um Mithilfe beim Finden und Löschen gotteslästerlicher Einträge. Plattformen wie YouTube sind dort bereits durch die Behörden über längere Zeiträume komplett gesperrt worden.

Menschenrechtler beklagen schon seit Jahren die Blasphemiegesetze des Landes. Häufig, so der Vorwurf, würden persönliche Streitigkeiten durch Beschuldigungen ausgetragen. Schlagzeilen machte etwa der Fall der wegen Blasphemie inhaftierten Christin Asia Bibi. Ein Gericht verurteilte sie 2010 zum Tode, die Strafe ist bisher nicht vollstreckt, Bibi sitzt noch immer in Haft. (pro)

Von: al

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