Thomas Kaspar wird zum 1. Februar 2027 Chefredakteur des Evangelischen Pressedienstes (epd). Mit ihm gewinne der epd einen profilierten Journalisten und erfahrenen Medienmanager, teilte das Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP) am Mittwoch in Frankfurt am Main mit. GEP-Direktorin Ariadne Klingbeil sagte: „Thomas Kaspar steht für unabhängigen, fundierten Journalismus und für die erfolgreiche Weiterentwicklung journalistischer Angebote im digitalen Wandel.“
Kaspar folgt auf Karsten Frerichs, der nach 18 Jahren beim epd zum Jahreswechsel in die Redaktion „FAZ.net“ wechselt. Er war seit 2017 Chefredakteur der epd-Zentralredaktion. Der epd-Chefredaktion gehören zudem der stellvertretende Chefredakteur und Chef vom Dienst, Uwe Gepp, sowie die Berliner Chefkorrespondentin Corinna Buschow an.
„Publizistische Tradition und Glaubwürdigkeit“
Den Angaben zufolge lernte Kaspar sein journalistisches Handwerk beim Bayerischen Rundfunk und bei der „Passauer Neuen Presse“. Nach der Position als Online-Chef des „Donaukuriers“ wechselte der Sozialwissenschaftler zu Hubert Burda Media. Dort übernahm er unter anderem Aufgaben als Textchef, bevor er sich zunehmend digitalen Medienangeboten widmete. Von März 2019 bis Februar 2024 war Kaspar Chefredakteur der „Frankfurter Rundschau“. Seit März 2024 ist er bei Ippen Digital als Director Audience tätig und verantwortet dort die Nutzungsforschung.
Kaspar sagte: „Der epd verfügt über eine besondere publizistische Tradition, hohe Glaubwürdigkeit und große fachliche Tiefe.“ Er freue sich darauf, diese Stärken gemeinsam mit den Kollegen weiterzuentwickeln und „den epd gerade im Wandel durch Künstliche Intelligenz auch digital als unverzichtbare Stimme für Orientierung und Vertrauen zu stärken“.
Der epd ist eine unabhängig arbeitende Nachrichtenagentur, die von der evangelischen Kirche getragen wird. Die Agentur liefert Texte, Fotos und Videos aus Kirche und Religion, Ethik, Kultur, Medien und Bildung, Gesellschaft, Soziales und Entwicklung. Die wichtigsten Kunden sind die Redaktionen von Tageszeitungen, Hörfunk, Fernsehen und Online-Diensten. Die Zentralredaktion des epd ist Teil des GEP. Sie ist in einer Arbeitsgemeinschaft mit den sieben Landesdiensten der Nachrichtenagentur verbunden.