Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat Freikirchen-Vertretern bei einem Besuch im Schloss Bellevue den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Deutschland als Gebetsanliegen genannt. Das teilte die Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) auf ihrer Website mit.
Das Gespräch zwischen Steinmeier und VEF-Vertretern fand am 5. Juni 2026 im Amtssitz des Bundespräsidenten statt. Steinmeier hatte seine Teilnahme an der Festveranstaltung zum 100-jährigen Jubiläum der VEF absagen müssen und deshalb eine Delegation an seinem Amtssitz empfangen. VEF-Präsident Marc Brenner, Vizepräsident Jochen Geiselhart und der Beauftragte am Sitz der Bundesregierung, Konstantin von Abendroth, folgten der Einladung des Staatsoberhauptes nach Bellevue.
Steinmeier würdigte bei dem Treffen die Jubiläumsfeier und bedankte sich ausdrücklich dafür, dass die VEF sich gegen Bestrebungen ausgesprochen habe, Landes- und Freikirchen gegeneinander auszuspielen. Ein solches Ansinnen war im Entwurf eines Wahlprogramms der AfD in Sachsen-Anhalt aufgetaucht.
„Die Wertschätzung war deutlich spürbar“, erklärte VEF-Präsident Brenner in einer Pressemitteilung, und weiter: „Freikirchen fördern den gesellschaftlichen Zusammenhalt und engagieren sich vielfältig gegen Einsamkeit sowie für Ermutigung und gelebte Gemeinschaft. Dass dies auch von höchster Stelle anerkannt wird, ist ein starkes Zeichen.“
In zahlreichen Reden und Einlassungen des Bundespräsidenten ist der gesellschaftliche Zusammenhalt ein zentrales inhaltliches Anliegen. „Alles stärken, was uns verbindet“ gilt als ein Leitmotiv des Staatsoberhauptes.
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