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Spahn: Die Corona-Krise lädt zum Verzeihen ein

In Berlin haben Christen am Mittwoch den Gottesdienst zum Politischen Buß- und Bettag gefeiert. In einer Videobotschaft hat sich auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) an die Besucher gewandt. Er riet in Zeiten der Pandemie zu Demut und zum Verzeihen.
Von PRO
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) übermittelte seine Botschaft per Video in den Gottesdienst

Foto: YouTube/Screenshot pro

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) übermittelte seine Botschaft per Video in den Gottesdienst

Jens Spahn hat am eigenen Körper erlebt, welche Auswirkungen das Corona-Virus hat. Der CDU-Politiker und Bundesgesundheitsminister rief in einer Videobotschaft anlässlich des Buß- und Bettag-Gottesdienstes in Berlin zur Demut auf. Die Krankheit habe ihn Dankbarkeit gelehrt.

Er sei dankbar für ein funktionierendes deutsches Gesundheitswesen. Ihm habe die Perspektive gut getan, die Arbeit des Gesundheitsamts als Patient und Bürger zu erleben. Weil die letzte Pandemie schon über 100 Jahre zurückliege, sei es für die Menschen schwierig, mit der aktuellen Situation umzugehen.

„Kein Mensch ist fehlerlos. Wo immer Menschen zusammenleben, werden Fehler und Verletzungen entstehen“, bekannte der Minister in seiner Botschaft. „Weil wir das als Christen wissen, kennen wir den Wert der Vergebung.“ Die Bereitschaft zum Verzeihen sei eine Lehre der Pandemie und die Basis für ein gutes Zusammenleben.

Christen, helft beim Brücken bauen

Es gehe darum, Brücken zu bauen zwischen denen, die sich benachteiligt fühlten und denjenigen, die auf den Intensivstationen ihre Dienste leisteten. Spahn lud die Christen dazu ein, demütig zu sein und beim Brückenbau zu helfen. Es gehe darum, gemeinsam hoffnungsvoll in die Zukunft zu blicken, erklärte der CDU-Politiker.

Bereits im Frühjahr hatte Spahn während einer Regierungsbefragung erklärt: „Wir werden in ein paar Monaten wahrscheinlich viel einander verzeihen müssen.“ Politiker und Wissenschaftler könnten im Nachhinein zu der Erkenntnis kommen, dass sie mit ihrem Urteil an der einen oder anderen Stelle falsch gelegen haben. Die Politik treffe im Zuge der Pandemie viele „tief gehende Entscheidungen“, deren Folgen sie nicht absehen könne.

Im Gottesdienst hat Prälat Martin Dutzmann gepredigt. Die Liturgie gestaltete Domprediger Thomas C. Müller. Außerdem beteiligte sich der Staats- und Domchor Berlin unter der Leitung von Kai-Uwe Jirka am Gottesdienst.

Von: Johannes Blöcher-Weil

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