Der Anteil der Generation Z mit problematischen oder pathologischen Social-Media-Nutzungsmustern hat sich innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt. Das zeigt eine Untersuchung von „YouGov“ und der „Macromedia University“. Demnach zeigen 2026 51 Prozent der 18- bis 28-Jährigen entsprechende Auffälligkeiten. 2025 waren es 25 Prozent. Besonders hoch ist der Anteil bei jungen Männern mit 58 Prozent. Bei jungen Frauen sind es 40 Prozent.
Für die Gesamtbevölkerung ergibt sich dagegen kaum eine Veränderung: 16 Prozent weisen 2026 ein hohes Suchtrisiko oder Anzeichen pathologischer Nutzung auf, nach 15 Prozent im Vorjahr. Bei Millennials und der Generation X gingen die Werte leicht zurück, bei den Babyboomern blieben sie stabil.
Die Verfasser der Studie warnen allerdings davor, die Ergebnisse mit Suchtdiagnosen gleichzusetzen. „Wir sehen hier keine Diagnose für jeden zweiten jungen Mann“, betont Studienleiter René Arnold. Auch lasse sich aus zwei Querschnittsbefragungen noch kein langfristiger Trend ableiten. Unterschiede zwischen den Stichproben könnten einen Teil des Anstiegs erklären, jedoch nicht den gesamten Effekt.
Grundlage der Studie ist die „Bergen Social Media Addiction Scale“, die unter anderem Kontrollverlust, zunehmenden Nutzungsdrang und negative Auswirkungen auf andere Lebensbereiche erfasst. Insgesamt wurden dabei 2025 und 2026 bei drei Befragungen 6.210 Erwachsene interviewt. Die Ergebnisse sind laut „Macromedia University“ repräsentativ.