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Seit 2012: 163 Abtreibungskliniken in den USA geschlossen

In den vergangenen acht Jahren wurden 163 unabhängige Abtreibungskliniken in den USA geschlossen. Gleichzeitig sank die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche.
Von PRO
Die Klinik in Houston (Texas) ist die größte von Planned Parenthood betriebene Einrichtung in den USA

Foto: Hourick, Wikipedia

Die Klinik in Houston (Texas) ist die größte von Planned Parenthood betriebene Einrichtung in den USA

In den USA gibt es immer weniger unabhängige Abtreibungskliniken. Das geht aus einem Bericht der Organisation Abortion Care Network hervor, das sich für einen Zugang zu Abtreibungen einsetzt. Demnach sind seit 2012 163 Abtreibungskliniken in den USA geschlossen worden. In diesem Jahr mussten bereits 14 Kliniken schließen. Von den ehemals 519 Kliniken im Jahr 2012 gibt es noch 337.

Aus dem Bericht geht weiterhin hervor, dass 58 Prozent aller Schwangerschaftsabbrüche in den USA von unabhängigen Abtreibungskliniken durchgeführt werden. Diese gehören keiner großen Organisation wie Plannend Parenthood, das allein mehr als ein Drittel (37 Prozent) aller Schwangerschaftsabbrüche durchführt. Vor allem im Hinblick auf späte Eingriffe, die nach der 22. Schwangerschaftswoche durchgeführt werden, spielen die unabhängigen Kliniken eine wichtige Rolle. 81 Prozent der Abbrüche nach der 22. Woche werden von diesen Kliniken durchgeführt.

Vor allem „unnötige Abtreibungsbeschränkungen“ der einzelnen Bundesstaaten würden den Kliniken schwer zusetzen, heißt es in dem Bericht. Je weiter fortgeschritten die Schwangerschaft sei, desto schwieriger werde es für die Kliniken, Eingriffe anzubieten. Insgesamt gab es in den USA mehr als 862.000 Abtreibungen im Jahr 2017. Im Jahr 2014 hatten noch etwa 925.000 Amerikanerinnen abgetrieben. 2007 waren rund 1,2 Millionen Abtreibungen verzeichnet worden.

Eine Studie der US-amerikanischen Forschungseinrichtung Guttmacher Institute kam 2019 allerdings zu dem Ergebnis, dass die sinkende Zahl von Abtreibungen nicht in den „strengen Abtreibungsgesetzen mancher Bundesstaaten“ lag. Vielmehr sei ein genereller Geburtenrückgang und damit auch von Schwangerschaften insgesamt zu beobachten. Der Studie zufolge sind außerdem zwischen 2014 und 2017 die Fruchtbarkeitsraten in fast allen Staaten der USA gesunken.

Von: Martin Schlorke

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