Das US Supreme Court in Washington hat 1973 beschieden, dass Abtreibungen grundsätzlich bis zur Lebensfähigkeit des Kindes zulässig sind. Die US-Bundesstaaten können jedoch eigene rechtliche Regelungen festlegen.

Das US Supreme Court in Washington hat 1973 beschieden, dass Abtreibungen grundsätzlich bis zur Lebensfähigkeit des Kindes zulässig sind. Die US-Bundesstaaten können jedoch eigene rechtliche Regelungen festlegen.

USA: Abtreibungen auf historischem Tief

2017 war die Abtreibungsquote in den USA so niedrig wie noch nie. Das liegt allerdings nicht an strengeren Gesetzen.

Im Jahr 2017 war die Abtreibungsquote in den USA so niedrig wie noch nie seit der Legalisierung der Abtreibung durch das Supreme Court im Jahr 1973. Das zeigt eine aktuelle Statistik des Guttmacher Instituts, einer US-amerikanischen Forschungseinrichtung, die sich nach eigenen Angaben „der Förderung der sexuellen und reproduktiven Gesundheit und Rechte in den Vereinigten Staaten und weltweit verschrieben hat."

Der Studie zufolge entschieden sich 2017 von 1.000 schwangeren Frauen im Alter zwischen 15 und 44 Jahren 13,5 für eine Abtreibung. In absoluten Zahlen waren das mehr als 862.000 Abtreibungen im Jahr 2017. Im Jahr 2014 hatten noch etwa 925.000 Amerikanerinnen abgetrieben. 2007 waren rund 1,2 Millionen Abtreibungen verzeichnet worden.

Obwohl nach Angaben der Forschungseinrichtungen die „Zahl der staatlichen Abtreibungsbeschränkungen“ im mittleren Westen und Süden der USA zwischen 2014 und 2017 weiter zugenommen habe, sehen die Forscher den Hauptgrund nicht in den „strengen Abtreibungsgesetzen mancher Bundesstaaten", sondern nennen als einen Grund den allgemeinen Rückgang der Schwangerschaften und Geburten. Der Studie zufolge sind zwischen 2014 und 2017 die Fruchtbarkeitsraten in fast allen Staaten der USA gesunken. Als weiteren Grund für den Rückgang der Abtreibungen nennt das Insititut „Verbesserungen beim Einsatz von Verhütungsmitteln und die Zunahme der Zahl der Personen, die sich auf selbstverwaltete Abtreibungen außerhalb eines klinischen Umfelds verlassen".

Von: Norbert Schäfer

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