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Schweizer Freikirchen leisten wertvollen Beitrag für Gesellschaft

Die Freikirchen in der Schweiz haben in der Corona-Pandemie den Staat um eine halbe Milliarde Franken entlastet. Das zeigt eine Studie zum sozialen Engagement der Freikirchen in der Romandie, dem Tessin und der Deutschschweiz.
Von Norbert Schäfer
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Der Anteil religionsloser Schweizer an der Bevölkerung hat sich seit 1970 mehr als verzwanzigfacht Foto: eberhard grossgasteiger on Unsplash
Schweizer Freikirchen haben mit sozialem Engagement in der Corona-Pandemie dem Staat eine halbe Milliarde Franken gespart

Soziales Engagement ist ein Wesensmerkmal der Freikirchen. Das zeigt eine quantitative und qualitative Studie über Freikirchen in der Romandie, dem Tessin und der Deutschschweiz für das Jahr 2020. Auftraggeber der aktuellen Studie ist Freikirchen.ch, der Dachverband der Freikirchen und christlichen Gemeinschaften in der Schweiz. Die Studie wurde in Zusammenarbeit mit Andreas Krafft von der Universität St. Gallen (HSG) erarbeitet.

Angaben einer Pressemitteilung von Montag zufolge haben sämtliche Mitgliedsverbände und mehr als ein Drittel aller Kirchgemeinden an der Studie teilgenommen, die daher als repräsentativ gewertet werden könne. Der Studie zufolge haben die etwa 1.000 evangelischen Freikirchen rund 180.000 Personen in der Schweiz in der Corona-Pandemie unterstützt und damit den Staat im Sozialbereich um rund eine halbe Milliarde Franken entlastet. Vielerorts hätten lokale Behörden die Kirchgemeinden um Unterstützung in der Pandemie gebeten. Profitiert vom gesellschaftlichen Engagement hätten vor allem junge und alte Menschen. Die Hilfe erstreckten sich von seelsorgerlicher Betreuung, Essensausgaben, Besuchsdiensten für kranke und sterbende Menschen bis zum Einkaufsservice für Senioren.

Neue Projekte trotz Lockdown und Social Distancing

„Freikirchen haben viele Angebote für die Menschen, die sich für die Gesellschaft engagieren wollen. Es ist immer eindrücklich zu sehen, wie auch andere davon profitieren können“, erklärt Peter Schneeberger, Präsident des Deutschschweizer Dachverbandes Freikirchen.ch und christlicher Gemeinschaften.

An der Studie haben sich demnach insgesamt 358 Kirchgemeinden aus nahezu allen Verbänden der Schweiz beteiligt. Das ist mehr als ein Drittel aller Freikirchen (287 in der Deutschschweiz, 68 in der französischen und drei in der italienischen Schweiz). Gefragt wurden die Kirchgemeinden, welche Aktivitäten sie während der Corona-Pandemie angeboten haben, wie viele Personen sich daran beteiligten und welche Angebote von der Bevölkerung besonders in Anspruch genommen wurden.

Ein Drittel aller befragten Gemeinden hat demnach im Laufe des Jahres 2020 trotz Lockdown, Social Distancing und Versammlungseinschränkungen neue Projekte und Aktivitäten initiiert und umgesetzt. Das zeuge „von großem Einfallsreichtum und Engagement“, lautet es in der Pressemitteilung. Tausende von freiwilligen Helfern hätten sich ehrenamtlich an den verschiedenen Aktionen beteiligt. Der Studie zufolge wurden am häufigsten Menschen seelsorgerisch betreut, persönlich begleitet und besondere Aktivitäten mit Kindern und Jugendlichen unternommen.

Die Studie kommt zu dem Schluss, dass der Wert der Aktivitäten von Schweizer Freikirchen für die Gesellschaft nicht in erster Linie an den Programmen gemessen werden könne, sondern an der Förderung der Menschen und der Stabilität, die sie in die Gesellschaft brächten.

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