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Robert Geisendörfer Preis 2019 verliehen

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat den Robert Geisendörfer Preis verliehen. Sechs Fernseh- und Radioproduktionen erhielten die mit insgesamt 30.000 Euro dotierten Auszeichungen.
Von Norbert Schäfer
Florian Hager und Sophie Burkhardt sind für die Konzeption und den Aufbau des gemeinsamen Content-Netzwerkes „funk“ von ARD und ZDF mit dem Robert Geisendörfer Sonderpreis 2019 ausgezeichnet worden

Foto: funk/Kristina Schäfer

Florian Hager und Sophie Burkhardt sind für die Konzeption und den Aufbau des gemeinsamen Content-Netzwerkes „funk“ von ARD und ZDF mit dem Robert Geisendörfer Sonderpreis 2019 ausgezeichnet worden

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat zum 36. Mal den Robert Geisendörfer Preis vergeben. Die Jury unter Leitung des Kirchenpräsidenten der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), Volker Jung, würdigte sechs Produktionen aus Fernsehen und Hörfunk. Die feierliche Verleihung fand in Zusammenarbeit mit dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) am Freitag im Haus des Rundfunks in Berlin statt. Die Preise sind insgesamt mit 30.000 Euro dotiert.

Im Bereich „Hörfunk“ wurden Autor Martin Durm und Regisseur Maidon Bader für das Feature „Endstation Sahel?“ (SWR) ausgezeichnet. Es schildert die Situation der Menschen in einem der ärmsten und gefährlichsten Regionen der Welt. Die Autoren Christiane Hawranek und Nadine Ahr erhielten die Auszeichung für die crossmediale Hörfunk-Reportage „Die gefallenen Mädchen“ (BR), die den Handel mit Kindern unverheirateter Mütter thematisiert. Die Jury erkennt nach Angaben der EKD in dem Beiträgen „eine wichtige, fesselnde und aufrüttelnde Radioreportage, die – ganz im Sinne Robert Geisendörfers – Stummen Stimme leiht.”

Fernsehen und Kinderprogramme

Für den 3sat-Dokumentarfilm „See You“ erhielten der Autor und Regisseur Sobo Swobodnik und die verantworliche Redakteurin Katya Mader den Robert Geisendörfer Preis in der Kategorie Fernsehen. Die Reihe schildert die Lebenswelt 18- bis 28-Jähriger. Reporterin Birgit Wärnke erhielt die Auszeichung für ihre Reportage „Zurück im Osten“ (NDR). Darin reist die Journalistin in ihren Geburtsort in Brandenburg, um zu verstehen, warum die Menschen dort so unzufrieden sind. Nach Meinung der Jury ist die Produktion ein „Paradebeispiel der hohen Kunst einer gelungenen Reportage”.

Die Jury „Kinderprogramme“ des Robert Geisendörfer Preises unter der Leitung von Bernd Merz vergab zwei Kinderfernsehpreise. Marcus Sauermann (Autor) und Henrike Vieregge (verantwortliche Redakteurin) erhielten den Medienpreis für den WDR-Beitrag „Trudes Tier“ in der „Sendung mit der Maus“. Zudem wurden in der Kategorie die Autorin Leonie Bongartz und die Regiesseur Klaus Knoesel für eine Adaption von Theodor Storms Märchen „Das Märchen von der Regentrude“ (NDR) ausgezeichnet.

Sonderpreis für Content-Netzwerk

Für die Konzeption und den Aufbau des gemeinsamen Content-Netzwerkes von ARD und ZDF unter dem Namen „funk” wurden die stellvertretende Programmgeschäftsführerin Sophie Burkhardt und Programmgeschäftsführer von funk, Florian Hager, mit dem Sonderpreis der Jury des Robert Geisendörfer Preises 2019 geehrt. Die beiden Programmgeschäftsführer haben nach Ansicht der Jury „beherzt die Chance ergriffen, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk auf neue Weise für die Jugend anschlussfähig zu machen“. Der Sonderpreis der Jury wird nicht mit einem Geldbetrag dotiert.

Moderiert wurde die Preisverleihung von chrismon-Chefredakteurin Ursula Ott. An dem Wettbewerb beteiligen sich jährlich öffentlich-rechtliche und private Rundfunkveranstalter. Ausgezeichnet werden Sendungen aus allen Programmsparten, die das persönliche und soziale Verantwortungsbewusstsein stärken, zum guten Miteinander von Einzelnen, Gruppen, Völkern und zur gegenseitigen Achtung der Geschlechter beitragen. Die Preise sind insgesamt mit 30.000 Euro dotiert, der Sonderpreis ist undotiert.

Der Robert Geisendörfer Preis ist der Medienpreis der EKD und würdigt publizistische Leistungen, die „das persönliche und soziale Verantwortungsbewusstsein stärken, die zur gegenseitigen Achtung der Geschlechter und zum guten Miteinander von einzelnen, Gruppen und Völkern beitragen, die die christliche Orientierung vertiefen und einen Beitrag zur Überwindung von Gewalt leisten.” Der Preis wird seit 1983 jährlich im Gedenken an den Pfarrer und Publizisten Robert Geisendörfer vergeben.

Von: Norbert Schäfer

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