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Respekt: Junge Leute mit Down–Syndrom auf Tour

„Down the Road“ – sieben junge Leute mit Down-Syndrom unterwegs im Südwesten Deutschland. Das erste Mal ohne Familie auf Abenteuer-Tour mit Sänger Ross Antony als Betreuer. Die Doku-Soap unterhält nicht nur, sie ist auch ein Statement für Lebensfreude mit Behinderung.
Von Sabine Langenbach
Sabine Langenbach

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Junge Leute mit Down–Syndrom zeigen, was sie draufhaben. Das macht Mut!

Down the Road – Eine ganz besondere Abenteuerreise“ – so heißt eine sechsteilige Serie, die der SWR jetzt ausstrahlt und in der ARD-Mediathek schon komplett abgerufen werden kann. In einer Pressemeldung lese ich: 

„Eine Gruppe von jungen Menschen mit Trisomie 21 startet gemeinsam eine Abenteuerreise durch den Südwesten Deutschlands – und das zum ersten Mal in ihrem Leben ganz ohne ihre Familien! Die Mission: der Welt zu zeigen, wer sie sind – und wozu sie in der Lage sind. Gemeinsam mit ihrem Reiseleiter Ross Antony erleben sieden Abenteuer-Roadtrip ihres Lebens.“ 

Das find ich gut – Kolumne und Podcast mit Sabine Langenbach Foto: PRO
Das find ich gut – Kolumne und Podcast mit Sabine Langenbach
#19 Respekt: Junge Leute mit Down–Syndrom auf Tour
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Wie cool ist das denn? 

Junge Leute mitDown–Syndrom zeigen, was sie draufhaben!

Noch gar nicht lange her, am 1. Juli 2022, wurde der vorgeburtliche Bluttest zur Erkennung für Trisomie 21 als Kassenleistung anerkannt. Es ist kein Geheimnis, dass ein positives Ergebnis leider allzu oft dazu führt, dass Ärzte zur Abtreibung raten. Keiner kann voraussagen, welche geistigen und körperlichen Beeinträchtigungen das Baby haben wird. Aus Angst mit einem behinderten Kind überfordert zu sein, entscheiden sich nicht wenige Eltern für den Abbruch. 

Und jetzt zeigen Angela, Giuliana, Rosalie, Jonas, Julius, Patrick und Yannis in „Down the road“, was sie draufhaben, was sie lieben, was sie nervt, welche Träume und Ängste sie haben, was ihnen wichtig ist und vor allem wie gerne sie leben! 

„Jeder Mensch ist wertvoll und einzigartig. Das find ich gut!“

Deutlicher kann man gar nicht zeigen, dass ein Chromosom mehr oder weniger nicht darüber entscheidet, ob ein Leben lebenswert ist oder nicht. 

Außerdem bin ich davon überzeugt, dass jeder Mensch – egal ob mit oder ohne Behinderung – von Gott gewollt und unendlich geliebt ist. Seine Liebe ist nicht an irgendwelche Leistungen geknüpft. 

Natürlich sorgt ein behindertes Kind für besondere Herausforderungen. Manchmal bringt es die Eltern auch an den Rand der eigenen Kräfte. Als Mutter einer mehrfachbehinderten und blinden Tochter weiß ich, wovon ich spreche. Trotzdem steht für mich fest: Unsere mittlerweile vierundzwangzigjährige Birte bereichert mein Leben auf ganz besondere Weise. Ihre Lebensfreude ist ansteckend und von ihrem Vertrauen auf Gott kann ich immer wieder lernen. 

Leider fällt bei Menschen, die eine Behinderung haben, meistens erst das ins Auge, was anders und ungewohnt ist. Das verunsichert und macht dem einen oder anderen vielleicht sogar Angst. Aber wenn man sich Zeit nimmt zum Kennenlernen, wird schnell klar, dass man voneinander profitieren kann. 

Wir leben in einer Gesellschaft, in der die Vielfalt großgeschrieben wird! Behinderte gehören unbedingt dazu und sie wollen so respektiert werden, wie sie sind. Das wünscht sich auch die dreißigjährige Angela. Deshalb hat sie bei „Down the Road“ mitgemacht. 

Angela, Giuliana, Rosalie, Jonas, Julius, Patrick und Yannis, die zusammen mit dem Entertainer Ross Antony zwei Wochen lang im Südwesten Deutschlands unterwegs waren, zeigen mir in der Doku-Soap auf unterhaltsame Weise: 

Jeder Mensch ist wertvoll und einzigartig! Das find ich gut! 

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3 Antworten

  1. Ich finde es mutig und höchst anerkennenswert, dass Ross Antony sich mit solchen Menschen abgibt und so eine Tour öffentlich zeigt!

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  2. Liebes TV Team,
    ein ganz großes Kompliment!
    Selten eine bessere Sendung gesehen.

    Das war absolutes Genuss.

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  3. Meine Frau und ich haben die Sendung mit aller symphatie und Begeisterung gesehen,MEHR davon über so tolle Menschen berichten,sie sind das beste Beispiel daß man trotz Behinderung ein genau so wertvoller Bürger ist wie wir sogenannten”gesunden”Eliten! Und wie Diese jungen Leute mit einander umgingen war einfach toll!Ross Antony mit Team?? Einsame Spitze,danke, lisa+Günter,Mainz

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