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Religionsfreiheit: „Am meisten leiden Christen“

In China, Indien, Pakistan, Bangladesch und Nigeria wird die Religionsfreiheit massiv eingeschränkt. Zu diesem Schluss kommt das Hilfswerk Kirche in Not in einem Bericht.
Christenverfolgung

Foto: Open Doors

Die Autoren des Berichts weisen auf Entführungen und Vergewaltigungen von Frauen und Mädchen hin, die gezwungen würden, ihren Glauben zu wechseln

Das katholische Hilfswerk Kirche in Not hat eine wachsende Diskriminierung und Verfolgung von Gläubigen beklagt. In knapp einem Drittel aller Länder mit knapp zwei Dritteln der Weltbevölkerung werde die Religionsfreiheit verletzt, beklagte die Einrichtung in einem am Dienstag in Rom vorgestellten Bericht. „Am meisten leiden die Christen“, erklärte der Geschäftsführer von Kirche in Not Deutschland, Florian Ripka, anlässlich der Veröffentlichung.

Dem Bericht zufolge verzeichnen China, Indien, Pakistan, Bangladesch und Nigeria besonders gravierende Einschränkungen der Religionsfreiheit. In zwanzig von 196 Staaten verschlechtere sich die Lage der religiös Gläubigen, heißt es in dem Bericht „Religionsfreiheit weltweit“. Allein in China und Myanmar litten rund dreißig Millionen Muslime unter Verfolgung.

Essen verweigert, weil sie religiöse Minderheiten sind

In China, Niger, der Türkei, Ägypten und Pakistan würden religiöse Minderheiten seit Ausbruch der Corona-Pandemie in noch größerem Ausmaß als zuvor diskriminiert. Diesen würden aufgrund ihrer religiösen Ausrichtung Lebensmittelhilfen verweigert und Zugang zum Gesundheitswesen erschwert.

In einer wachsenden Zahl von Ländern wird demnach sexuelle Gewalt als Waffe gegen Angehörige religiöser Minderheiten eingesetzt. Die Autoren des Berichts weisen auf Entführungen und Vergewaltigungen von Frauen und Mädchen hin, die gezwungen würden, ihren Glauben zu wechseln.

Westlichen Ländern warf der Präsident von „Kirche in Not“, Kardinal Mauro Piacenza, bei der Vorstellung des Dokuments vor, durch die Anerkennung neuer Menschenrechte die Religionsfreiheit einzuschränken. „Diese neuen Normen sorgen dafür, dass die Rechte auf Gewissens- und Religionsfreiheit in einen scharfen Konflikt zur Verpflichtung treten, diese Normen zu respektieren“, heißt es in dem Bericht zur Religionsfreiheit von 2021.

epd
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Eine Antwort

  1. Religionsfreiheit: Am meisten leiden nicht die Christen, sondern diejenigen, die die Freiheit von der Religion in Anspruch nehmen wollen. Der Abfall vom Glauben wird in vielen – vor allem islamisch geprägten Ländern – als Apostasie mit Strafen bis hin zur Todesstrafe (wie es im Koran steht) bedroht.
    Diese Bedrohung spielen Christen leider herunter, wenn sie die Christen als die am meisten verfolgte Religion herausstellen.

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