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Philipp Amthor im Interview: Warum er sich für die katholische Kirche entschied

Der CDU-Politiker Philipp Amthor hat sich im vergangenen Jahr kurz vor Weihnachten taufen lassen. Gegenüber Domradio sagt er nun im Interview, dass ihn die katholische Kirche wegen ihrer „Regelhaftigkeit“ besser gefallen habe als die evangelische.
Von Jörn Schumacher
„Ich habe mich in der katholischen Kirche einfach wohler gefühlt, als in der evangelischen.“ Der CDU-Politiker Philipp Amthor

Foto: pro/Anna Lutz

„Ich habe mich in der katholischen Kirche einfach wohler gefühlt, als in der evangelischen.“ Der CDU-Politiker Philipp Amthor

Der Jurist und CDU-Bundestagsabgeordneter Philipp Amthor hatte sich kurz vor Weihnachten taufen lassen und damit für einige Medienaufmerksamkeit und auch Gehässigkeit gesorgt. „Jetzt auch katholisch“ schrieb die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Er selbst habe den Akt nicht „an die öffentliche Glocke“ hängen wollen, sagt der Politiker nun in einem Interview von Domradio.

Amthor, der seit der Bundestagswahl 2017 Mitglied des Deutschen Bundestages ist, spricht davon, dass die Taufe ein „sehr berührender, emotionaler und wichtiger Moment“ gewesen sei. Seine Heimat, Vorpommern, könne man als „katholische Diaspora“ bezeichnen, und der Glaube habe bei seiner Erziehung keine große Rolle gespielt. Der CDU-Politiker weiter: „Ich selbst aber habe in den letzten Jahren immer stärker zum Glauben gefunden. Vor allem in den letzten zwei Jahren habe ich mich verstärkt mit dem katholischen Glauben beschäftigt. Mit Unterstützung habe ich die klassischen Inhalte eines Glaubenskurses absolviert. Dann kam die ganz bewusste Entscheidung für die Taufe.“

Er gehe sowohl in Berlin, als auch auf seinen vielen Reisen regelmäßig in den Gottesdienst, sagte Amthor. „Das ist ja das Gute an der katholischen Kirche. Das kann man ja nicht nur an einem Ort praktizieren, sondern ist als Weltkirche ortsunabhängig.“

Auf die Frage, warum er sich speziell für die katholische Kirche entschieden habe, sagte Amthor: „Wenn man im Erwachsenenalter zum Glauben findet, spielen auch rationale Gesichtspunkte eine Rolle. Ich schätze und bewundere die Regelhaftigkeit der katholischen Kirche.“ Ihm erscheine etwa der „Überbau“ des Katechismus’ eine wichtige Rolle. Außerdem spreche ihn die Liturgie in der katholischen Messe an. Er fügte hinzu: „Ich habe mich in der katholischen Kirche einfach wohler gefühlt, als in der evangelischen.“

Der christliche Glaube stelle auch so etwas wie sein „politisches Fundament“ dar, so Amthor. „Es war schon immer vom christlichen Menschenbild geprägt. Der Glaube gibt einem privat Halt und Demut und als Politiker auch wichtige Koordinaten. Dass man Politik vom christlichen Menschenbild her macht, war schon immer meine Überzeugung.“

Von: Jörn Schumacher

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