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Pfarrerinnen reagieren auf Sexismus

In der neuen Jugendkanal-Funk-Serie „Deutschland3000“ berichten fünf junge Frauen von dem alltäglichen Sexismus, den sie in ihren kirchlichen Berufen erleben.
Von PRO
Moderatorin Eva Schulz spricht über Sexismus in Kirchen
Moderatorin Eva Schulz spricht über Sexismus in Kirchen

„Wenn jemand zu mir kommt und sagt: ‚Du darfst keinen so kurzen Rock in der Kirche tragen!‘, dann frage ich ‚Warum?‘. Und dann frage ich so lange ‚Warum?‘, bis sich jemand in seiner eigenen Argumentation verrennt.“ Veronika ist 25 Jahre alt und studiert Theologie. Solche und ähnliche Sprüche musste sie sich bereits häufiger im Studium und in der Kirche anhören. Der Jugendkanal „Deutschland3000“ aus dem Onlineangebot des Jugendkanals funk von ARD und ZDF beschäftigt sich in einem Video mit solchen Erfahrungen von fünf jungen Frauen. Darin erzählen sie ihre persönlichen Erlebnisse und lesen die schlimmsten Hasskommentare vor.

Ausgangspunkt des Videos ist eine Studie der Deutschen Bischofskonferenz aus dem letzten Jahr, heißt es in der dazugehörigen Pressemittteilung von „Deutschland3000“. Die Untersuchung hat festgestellt, dass der Anteil von Frauen in Führungspositionen innerhalb der Katholischen Kirche 19 Prozent beträgt. In der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) liegt diese Zahl nach eigenen Angaben bei 15 Prozent. „Deutschland3000“ habe sich daher zur Aufgabe gemacht, die Geschichten hinter diesen Statistiken zu erzählen.

Neben der Studentin Veronika kommt im Video auch Jacqueline Straub zu Wort. Die 29-jährige Theologin will Priesterin werden – in der Katholischen Kirche. Für dieses Unterfangen kämpft sie bereits seit mehreren Jahren und sieht sich mit viel Kritik und Beschimpfungen konfrontiert. Im Video erzählt sie, wie eine ihrer Freundinnen drohte, aus der Kirche auszutreten, sollte sie tatsächlich irgendwann Priesterin werden können.

Weitere Protagonisten sind Theresia (28), Theresa (33) und Josephine (33). Die fünf Frauen eint ihr Einsatz für mehr Gleichberechtigung in den Kirchen.

Von: Martin Schlorke

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