Foto: PRO

Das christliche Medienmagazin

Peter Tauber zieht sich vorzeitig aus Politik zurück

Eigentlich wollte Peter Tauber bis zur Bundestagswahl im September in der Bundespolitik aktiv bleiben. Eine Erkrankung zwingt ihn nun aber zum vorzeitigen Rücktritt.
Von Martin Schlorke
Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on whatsapp
Share on email
Foto: Tobias Koch
Peter Tauber (46) zieht sich aus der Politik zurück

Der frühere CDU-Generalsekretär und jetzige Verteidigungsstaatssekretär Peter Tauber zieht sich krankheitsbedingt aus der Politik zurück. Das hat der 46-Jährige am Montag auf seinen Social-Media-Kanälen bekannt gegeben. Auf seiner Instagramseite schrieb er: „Der Schritt fällt mir nicht leicht. Aber es heißt ja bekanntlich: ‚Was du tust, das tue bald.‘“. Als Grund gab Tauber anhaltende gesundheitliche Probleme an. Nach einer schweren Darmerkrankung 2017 seien nun weitere Operationen notwendig geworden. Eine sei bereits Ende Januar durchgeführt worden, eine zweite Operation zwinge ihn zu „einer längeren Auszeit“.

Sein Amt als Verteidigungsstaatssekretär wird Tauber nach eigenen Angaben bereits zu Ostern niederlegen. Sein Bundestagsmandat wolle er ebenfalls „zeitnah“ niederlegen. Das habe er mit der Bundeskanzlerin und der Bundesministerin für Verteidigung besprochen. Bundeskanzlerin Angela Merkel drückte in einer Pressemitteilung ihr Bedauern über Taubers vorzeitiges Ausscheiden aus. Für sein Zukunft wünsche sie ihm alles Gute. Tauber hatte bereits im Oktober seinen Rückzug aus der Politik für diesen Herbst bekanntgegeben. Als Grund nannte er „persönliche und familiäre Gründe“, bei denen seine Gesundheit ebenfalls eine Rolle spiele.

Bereits 2017 zwang ihn eine schwere Darmerkrankung dazu, seine Arbeit in der Politik ruhen zu lassen. Tauber entkam damals nur knapp den Tod. In dem Buch „Du musst kein Held sein“ schreibt der Politiker über diese Zeit. Als Tauber durch die Erkrankung im Herbst 2017 schließlich an seine Grenzen stieß und mehrere Wochen im Krankenhaus verbringen musste, erlebte er nach eigener Aussage den Glauben auf eine neue Art. „In Krisenzeiten wird einem der Glaube nochmals anders wichtig“, schreibt er. „Auch vorher habe ich einigermaßen regelmäßig gebetet, meistens aus Dankbarkeit. Ich kannte dieses Gefühl der Verzweiflung gar nicht.“

Im Interview von pro sagte Tauber im Mai, er habe die Situation Gott anbefohlen und eine „heitere Gelassenheit“ gespürt. „Das war in dem Moment ein sehr gutes Gefühl. Ich habe natürlich weitergebetet – aber nicht mehr oder anders als sonst. Besonders sind mir in dieser Zeit ein Morgen- und ein Abendgebet Luthers oder Lieder von Paul Gerhardt wichtig geworden.“ Weiter sagte Tauber, für ihn sei Gott wie ein Vater, dem er alles anvertrauen könne, dem er aber dennoch auch mit Respekt begegne. „Beten ist nicht einfach wie ein Gespräch mit einem guten Freund. Vielmehr wende ich mich respektvoll und mit einem gewissen Abstand an den Höchsten. Das kommt in der Sprache Luthers zum Ausdruck. Ich will aufschauen zu Gott.“

Von: Martin Schlorke/Jörn Schumacher

Schreiben Sie einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahren Sie mehr darüber, wie Ihre Kommentardaten verarbeitet werden.

Offline, Inhalt evtl. nicht aktuell