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Osterbotschaften der Kirchen: Warnung vor Resignation

Nach der Corona-Krise der Ukraine-Konflikt: Das Osterfest 2022 stellt die Kirchen vor die Herausforderung, einen Bezug zwischen der 2000 Jahre alten Botschaft von der Auferweckung Jesu Christi mit den aktuellen politischen Ereignissen herzustellen.
Bischöfin Kirsten Fehrs

Foto: Marcelo Hernandez/Nordkirche

Kirsten Fehrs (Archivbild)

Die Kirchen haben die Hoffnung auf Frieden ins Zentrum ihrer Osterbotschaften gestellt. Das Osterfest in diesem Jahr sei ein „Hoffnungsfest gegen Krieg und Gewalt“, erklärte die Hamburger Bischöfin Kirsten Fehrs mit Blick auf die Kriegsverbrechen und das Leiden in der Ukraine.

Diese Botschaft komme mit Blick auf die grausamen Bilder allerdings schwer über die Lippen, räumte die stellvertretende Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ein. Christen in aller Welt feiern an diesem Sonntag das Fest der Auferstehung Jesu Christi nach seinem Leiden am Kreuz.

Auch der Hamburger Erzbischof Stefan Heße brachte in seiner Osterbotschaft die Hoffnung auf Frieden für die Ukraine zum Ausdruck. An Ostern gehe es um die Wandlung des einzelnen Menschen und um die Wandlung der Welt, heißt es in dem vorab veröffentlichten Manuskript seiner Osterpredigt. „Wie sehr würden wir uns wünschen, dass der Krieg in der Ukraine zum Frieden gewandelt würde“, so Heße, der auch Vorsitzender der Migrationskommission der Deutschen Bischofskonferenz ist.

Papst fordert Waffenruhe

Der Lutherische Weltbund (LWB) bezeichnete das christliche Osterfest als Symbol gegen die Angst. „Ich glaube, dass Jesus in die Welt gekommen ist, um den Menschen zu zeigen, wie sie humaner miteinander umgehen sollen; davon bin ich von Tag zu Tag mehr überzeugt“, erklärte Karla Steilmann Franco, Pfarrerin der Evangelischen Kirche am La Plata in Argentinien, Paraguay und Uruguay sowie Ratsmitglied des LWB. Der Lutherische Weltbund wurde 1947 gegründet und zählt heute nach eigenen Angaben 148 Mitgliedskirchen in 99 Ländern weltweit, denen über 77,8 Millionen Christen angehören.

Zuvor hatte der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, eine österliche Waffenruhe für die Ukraine gefordert. Er unterstütze den Vorschlag von Papst Franziskus, sagte der Limburger Bischof dem epd.

Die EKD-Ratsvorsitzende Annette Kurschus hatte die Gültigkeit der Osterbotschaft trotz Krieg und Gewalt betont. Diese sei eine Antwort auf „die dumpfen Parolen des Angriffskrieges“, sagte die westfälische Präses laut Mitteilung am Donnerstag in Hannover.

Ostern

Ostern ist das älteste und wichtigste Fest der Christenheit. Es erinnert an die Mitte des christlichen Glaubens: die Auferstehung Jesu Christi von den Toten nach seinem Leiden und Sterben am Kreuz. Die Geschichten von Jesu Leiden, Tod und Auferstehung werden von allen vier Evangelisten in der Bibel beschrieben. Sie erzählen, wie Jesu Jünger am Ostermorgen das leere Grab entdecken und ihnen dort Engel erschienen, die Jesu Auferweckung verkündeten.

epd
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2 Antworten

  1. Die biblische Osterbotschaft ist komplett verloren gegangen!
    Die Kirchenführer sprechen von Frieden und “vergessen” zu ewähnen, dass Jesus durch sein Sterben und Leiden für die Sünden aller Menschen, Frieden mit Gott gemacht hat. Dieses Wunder hat der lebendige Gott durch die Auferstehung Jesu, übernatürlich bestätigt. Jesus hat den Tod besiegt!
    2.Kor.5,19 “Denn Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit sich selber und rechnete ihnen ihre Übertretungen nicht zu. …”
    Erschreckend wie den Kirchenführern, einschließlich dem Papst, die Wahrheit vom Kreuz zur Torheit geworden ist.
    Lieber Gruß Martin Dobat

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