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Organisationen klagen gegen Zehn-Gebote-Denkmal

Gegen das Zehn-Gebote-Denkmal in Arkansas, das nach seiner Einweihung zerstört und wieder aufgebaut wurde, regt sich neuer Widerstand. Bürgerrechtsorganisationen haben Klage gegen das Denkmal eingereicht.
Von PRO
Im Kapitol von Arkansas sitzt in der Hauptstadt Little Rock die Regierung des Bundesstaates. Auf diesem Gelände steht das Zehn-Gebote-Denkmal.
Im Kapitol von Arkansas sitzt in der Hauptstadt Little Rock die Regierung des Bundesstaates. Auf diesem Gelände steht das Zehn-Gebote-Denkmal.

Zwei atheistische Organisationen und eine religionsübergreifende Bürgergruppe haben am Mittwoch Klage gegen das Zehn-Gebote-Denkmal in Arkansas eingereicht. Laut der Nachrichtenseite Christian Post argumentieren der amerikanische Humanistenverband und die Stiftung für Religionsfreiheit, dass das Denkmal gegen den Ersten Zusatzartikel der amerikanischen Verfassung verstoße.

Der genaue Wortlaut der Klage ist: „Bürgerrechtsorganisationen und säkulare Organisationen sowie ortsansässige Bürger stellen dieses Symbol in Frage, weil es gegen die Rechte des Ersten Zusatzartikels verstößt.“ Der Bundesstaat Arkansas solle seinen Bürgern nicht auftragen können, welchen Gott sie anbeten. Im Ersten Zusatzartikel steht: „Der Kongress darf kein Gesetz erlassen, das die Einführung einer Staatsreligion zum Gegenstand hat, die freie Religionsausübung verbietet, die Rede- oder Pressefreiheit oder das Recht des Volkes einschränkt, sich friedlich zu versammeln und die Regierung durch Petition um Abstellung von Missständen zu ersuchen.“

Neben den genannten Organisationen beteiligen sich an der Klage auch ein Rabbiner und ein Pfarrer der Vereinten Methodistenkirche. Eine ähnlich formulierte Klage hat auch die amerikanische Bürgerrechtsvereinigung von Arkansas eingereicht.

Senator nennt Organisationen „anti-amerikanisch“

Im Jahr 2015 trat das Gesetz in Arkansas in Kraft, das den Bau des Denkmals auf dem Gelände des Kapitols in der Hauptstadt Little Rock erlaubte. Senator Jason Rapert, der das Gesetz damals unterstützte, nannte die Kläger „anti-amerikanische Organisationen“. „Ich gehe davon aus, dass die Generalbundesanwältin Leslie Rutledge und ihr Büro darauf vorbereitet sind, die Menschen aus Arkansas und das Zehn-Gebote-Denkmal, welches das historische und moralische Stiftungsrecht ehrt, zu verteidigen“, sagte er. Wenn die Zehn Gebote gut genug seien, um in der Kammer des Verfassungsgerichts gezeigt zu werden, seien sie es auch in Arkansas.

Das Zehn-Gebote-Denkmal wurde im Jahr 2017 durch private Finanzierung errichtet. Innerhalb weniger Stunden zerstörte es ein 32-jähriger Mann, indem er mit seinem Auto in das Gebilde fuhr und dabei „Freiheit“ rief. Mittlerweile wird das Denkmal, das vergangenen Monat wieder neu installiert wurde, mit Schutzbarrieren abgeschirmt.

Von: Michael Müller

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