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Mini-Bibel aus dem Mittelalter entdeckt

In England hat eine Schatzsucherin eine winzige goldene Bibel entdeckt. Gefunden wurde das wertvolle Objekt auf einem einstigen Acker des Königs Richard III.
Von Johannes Schwarz
Mini-Bibel in England entdeckt

Foto: HGM-Press

Die eingravierten Personen gelten als Schutzpatrone für Schwangerschaft

Die Hobby-Schatzsucherin Buffy Winship Bailey staunte laut zahlreichen Medienberichten nicht schlecht, als sie mit ihrem piependen Metalldetektor die Mini-Bibel entdeckte. Die goldene aufgeschlagene Bibel ist lediglich 1,5 Zentimeter hoch und wiegt fünf Gramm. Experten für antike Objekte schätzen den Fund auf einen Wert von etwa 100.000 Pfund, dies entspricht etwa 116.000 Euro. Die Mini-Bibel stamme aller Wahrscheinlichkeit aus dem 15. Jahrhundert, also aus dem späten Mittelalter.

Den spektakulären Fund der Krankenschwester habe sich auf einem Acker ereignet, der einst dem englischen König Richard III. (1452-1485) gehörte. Der Fundort in der nordenglischen Grafschaft Yorkshire liege unweit des Sheriff Hutton Castle entfernt, in dem Richard III. zeitweise lebte.

Die aufgeschlagene goldene Bibel zeigt den heiligen Leonhard und die heilige Margaret. Die als Schutzpatrone geltende Figuren sind in der Bibel eingraviert. Vermutet wird, dass der mittelalterliche Fund ein Schmuckstück sei, da sich auf der Rückseite der Bibel ein kleines Loch befindet, um die Mini-Bibel mit einer Kordel um den Hals zu tragen. Spekuliert wird, dass das goldene Schmuckstück einst von weiblichen Verwandten des Königs oder von anderen reichen Adligen getragen wurde.

Nicht der erste Fund

In England werden immer wieder historische Objekte gefunden. In den 1980er-Jahren entdeckten Hobby-Schatzssucher das „Middleham-Schmuckstück”, bestehend aus einem rautenförmigen Goldanhänger mit einer Kreuzigungsszene und einem blauen Saphir. Auch dieser Fund konnte auf König Richard III. zurückgeführt werden.

Ähnlich wie die Finderin des kleinen Goldbuches verbringen einige Engländer ihre Freizeit mit dem ungewöhnlichen Hobby der Schatzsuche. Mit Metalldetektoren, die zwischen 200 und 2000 Pfund kosten, suchen tausende Menschen immer wieder nach alten Schätzen, seien es Münzen, Schmuck, Waffen oder Werkzeug.

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Eine Antwort

  1. Die Suche mit privaten Metallsuch -Geräten ist in ländlichen Gebieten auch in Deutschland stark verbreitet . So z.B. in der Eifel , um Relikte a. d. II. Weltkrieg oder Münzen , Schnallen, Speerspitzen o. ä. aus der Römerzeit zu suchen. Da in der Eifel viele Kämpfe stattfanden und im Wald ( zwischen Bitburg u. Kronenburg), entlang der B 51 in Waldstücken , noch ca. 8-10 KM röm. Straßenstücke der sogen. Agripp, als Erd-und Bodendenkmäler vorhanden sind , wird dort vieles, mit u. o. Genehmigung gefunden !

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