Deutsche verbringen weiter fast elf Stunden täglich mit Medien, vor allem mit Radio, TV und Streaming. Die Gesamtzeit bleibt auf Vorjahresniveau, doch vor allem das klassische Fernsehen verliert Minuten.
Menschen ab 14 Jahren in Deutschland haben im Jahr 2025 durchschnittlich täglich zehn Stunden und 53 Minuten Medien genutzt. Damit blieb die gesamte Mediennutzung stabil auf dem Vorjahreswert, wie aus der am Mittwoch in Berlin veröffentlichten Mediennutzungsanalyse des Verbands Privater Medien Vaunet hervorgeht. Neun Stunden und 38 Minuten davon entfielen demnach auf Audio- und audiovisuelle Inhalte, also Radio, Fernsehen sowie Audio- und Video-Streaming. Das entspreche 88,5 Prozent der Gesamtnutzung.
Die durchschnittliche tägliche Audionutzung lag 2025 bei insgesamt vier Stunden und 19 Minuten und stieg damit im Vergleich zum Vorjahr um sechs Minuten. Hiervon entfiel mit drei Stunden und neun Minuten weiterhin der Großteil der Audionutzung auf das Radiohören, das ebenfalls um sechs Minuten zulegte. Musikstreaming wurde durchschnittlich 50 Minuten genutzt (2024: 49 Minuten), Podcasts kamen auf neun Minuten (2024: zehn Minuten).
Die tägliche Bewegtbildnutzung lag bei insgesamt fünf Stunden und 19 Minuten, was einem Rückgang von sechs Minuten im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Zwei Stunden und 55 Minuten entfielen auf die Fernsehnutzung, die im Vergleich zum Vorjahr um 13 Minuten abnahm. Die Online-Video-Nutzung legte um fünf Minuten zu und lag bei einer Stunde und 43 Minuten, Videospiele wurden im Schnitt 38 Minuten pro Tag gespielt (2024: 37 Minuten).
Reichweiten weiterhin hoch
85,7 Prozent der Menschen ab 14 Jahren in Deutschland sahen im vergangenen Jahr regelmäßig fern, 92,3 Prozent hörten regelmäßig Audio und Radio. Die jeweiligen Tagesreichweiten betrugen im Fernsehen 59,1 Prozent und im Audio-Bereich 75,1 Prozent.
Die Mediennutzungsanalyse beruht nach Vaunet-Angaben auf einer kontinuierlichen Auswertung von Sekundärquellen, darunter Daten der Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse (Agma), der Verbrauchs- und Medienanalyse (VuMA), der Arbeitsgemeinschaft Videoforschung (AGF) und des Media Activity Guides sowie dem ViewTime Report von Seven.One Media und Forsa.