Das Smartphone spielt beim Surfen eine immer größere Rolle

Das Smartphone spielt beim Surfen eine immer größere Rolle

Digitalisierung bereitet vor allem jungen Menschen Sorgen

Viele Deutsche sind immer erreichbar. Vor allem Jugendliche sind in der Regel „always on“. Trotzdem fürchtet sich ein großer Teil von ihnen vor der zunehmenden Technisierung.

Immer erreichbar, überall: Ein großer Teil der Deutschen ist heutzutage „always on“. Das geht aus einer aktuellen Studie des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW) hervor. Demnach sind 46 Prozent der Deutschen ständig online zu erreichen. Besonders bei jüngeren Menschen ist das der Fall. 65 Prozent der 25- bis 34-Jährigen sind „always on“. Bei den 14- bis 24-Jährigen sind es 62 Prozent, bei den 35- bis 54-Jährigen hingegen nur 43 Prozent.

Viele suchen das Internet zunehmend auch über das Smartphone auf. Gingen 2015 noch 63 Prozent über das Handy ins Netz, tun dies heute schon 69 Prozent. Auch Smart-TVs spielen beim Surfen im Netz eine zunehmend große Rolle. Heute geben 32 Prozent an, auch mal mit ihrem Fernseher auf das „World Wide Web“ zuzugreifen. 2015 waren es noch 19 Prozent.

Sorge vor Technisierung von Wirtschaft und Gesellschaft

Fast 98 Prozent aller Befragten nutzen das Internet zum Schreiben von Mails – etwas, was sowohl Jung, als auch Alt betrifft. 97 Prozent nutzen Online-Suchmaschinen, 96 Prozent gehen online „shoppen“. Online telefonieren tun immerhin zwei von drei Befragten. Filme und Serien schauen 62 Prozent im Netz.

Obwohl besonders Jugendliche dem Internet einen immer größeren Raum in ihrem Leben einräumen, ist es gerade diese Gruppe, die die Digitalisierung am meisten beunruhigt. So sorgen sich 63 Prozent der 14- bis 24-Jährigen ob der zunehmenden Technisierung in Wirtschaft und Gesellschaft. Bei den 55- bis 69-Jährigen tut dies nur jeder Zweite.

Realer Kontakt wird bevorzugt

37 Prozent aller Befragten lehnen die Digitalisierung des Alltags generell ab. Kritisch sehen viele auch, dass jeder im Internet aktiv sein und Beiträge hochladen kann. Vier von fünf finden, dass das Netz deswegen voll mit unseriösen Inhalten ist.

Viele sehen offenbar auch ihren eigenen Internetkonsum kritisch. Drei von fünf Befragten führen deshalb gelegentlich eine „Offline-Zeit“ ein. 38 Prozent fällt es hingegen schwer, auch mal zeitweise ohne Internet zu sein – wohl auch, weil sich ein immer größerer Teil der Kommunikation ganz ins Netz verlagert. Wer dieses nicht nutze, bekomme auch nichts mit, finden drei von vier Befragten. Trotz allem haben für 88 Prozent reale Kontakte immer noch „eine höhere Qualität“ als Kontakte im Internet.

Von: Sandro Serafin

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