Das internationale Scientology-Hauptquartier in Los Angeles

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Scientology startet eigenen Internetsender

Ausgetretene Hollywoodstars haben in den vergangenen Jahren von Unterdrückung und Machtmissbrauch bei Scientology berichtet. Jetzt will die Organisation mit einem eigenen Sender gegen das öffentliche Bild ankämpfen.

Scientology nimmt am Montag einen eigenen Internetsender in Betrieb, der über Abspielsysteme wie Apple TV, iTunes oder Google Play verfügbar sein soll. Am Sonntag hatte Scientology über ihre Social-Media-Kanäle einen Countdown gestartet, der bis 20 Uhr amerikanischer Ostküstenzeit am 12. März herunterzählt. Für die ersten Tage des 24-Stunden-Senders sind sechs Eigenproduktionen angekündigt.

Amerikanische Branchendienste wie Variety erklären sich die plötzliche Programmoffensive mit dem starken Gegenwind, den Scientology gerade in den vergangenen Jahren erfahren hat. Fernsehstars und ehemalige Scientology-Mitglieder wie Leah Remini („King of Queens“) oder der oscarprämierte Filmemacher Paul Haggis („L.A. Crash“) hatten öffentlich vor der Organisation gewarnt.

Der amerikanische Regisseur Alex Gibney drehte im Jahr 2015 die sehr kritische HBO-Dokumentation „Scientology: Ein Glaubensgefängnis“. Die Vorwürfe lauteten Machtmissbrauch und Unterdrückung der Mitglieder. Variety vermutet, Scientology wolle mit dem eigenen Sender versuchen, diesen Kritikern medial entgegenzutreten.

Von: Michael Müller

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