Die evangelische Kreuzkirche in Herne: Hier produzierte das ZDF den Gottesdienst vom Ostersonntag

Die evangelische Kreuzkirche in Herne: Hier produzierte das ZDF den Gottesdienst vom Ostersonntag

Traumquoten für TV-Gottesdienste

Normalerweise sind die Kirchen wenigstens zu Ostern voll. Dieses Jahr waren sie leer, weil die Menschen zu Hause bleiben mussten. Umso mehr Zuschauer schalteten bei TV- und Internetgottesdiensten ein – auch außerhalb der Feiertage.

Die Corona-Krise hat offenbar dafür gesorgt, dass viel mehr Menschen Video-Gottesdienste anschauen. Wie das Online-Portal Quotenmeter berichtet, sahen am 1. und 8. März noch weniger als 800.000 Menschen den ZDF-Fernsehgottesdienst (eine Quote von etwa 8,7 Prozent). Eine Woche später, am 15. März, wurden Schulschließungen beschlossen. Die Quote stieg auf 10,3 Prozent, was 960.000 Zuschauern enspricht. Eine Woche später, am 22. März, galt das Kontaktverbot – und damit strenge Ausgangbeschränkungen. Stolze 1,43 Millionen Menschen sahen den ZDF-Fernsehgottesdienst. Der Trend hielt sich in den vergangenen Wochen relativ stabil.

Bemerkenswert: Obwohl die Kirchen zu Ostern voller sind als an sonstigen Sonntagen, wirkte sich dieses Datum nicht besonders eindrücklich auf die Publikumszahlen aus. Die 1,31 Millionen Zuschauer vom Ostersonntag sind zwar ebenfalls sehr gut, liegen aber auf dem Niveau der vergangenen Wochen. Das ZDF überträgt wöchentlich einen evangelischen und einen katholischen Gottesdienst im Wechsel.

Seit Christen keine Gottesdienste mehr feiern können, ist auch die Zahl aufgezeichneter oder live gestreamter Online-Gottesdienste stark gestiegen. Eine zeitlich auf die Tage zwischen Gründonnerstag und Ostersonntag eingegrenzte Suche von Videos auf YouTube ergibt, dass im Jahr 2020 etwa 300 Videos mit dem Titel „Gottesdienst“ auf der Video-Plattform erschienen sind. In den beiden Vorjahren waren es um die 60. Dabei ist allerdings möglich, dass Video-Gottesdienste aus den Vorjahren wieder entfernt wurden.

Mehr als 11 Million Zuschauer bei Joel Osteen

Über noch ganz andere Dimensionen an Zuschauerzahlen konnte sich ein amerikanischer Pastor freuen. Joel Osteen von der Lakewood Church in Houston, Texas, gilt als umstritten, weil er das Wohlstandsevangelium vertritt: Wer christlich lebe, erhalte dafür auch materiellen Gewinn und Gesundheit. Dessen ungeachtet scheint der Prediger vor allem an Ostern ein Milionenpublikum erreicht zu haben. Laut der Boulevard-Seite TMZ erreichte der Prediger auf verschiedenen Plattformen mit insgesamt drei Webcasts am Osterwochenende angeblich 11,73 Milionen Zuschauer. Ein Grund dafür könnte der Auftritt eines Megastars gewesen sein: Mariah Carey sang im Ostergottesdienst von zu Hause aus den Song „Hero“.

Von: Nicolai Franz

Sie können sich über Disqus, facebook, Twitter oder Google anmelden um zu kommentieren. Bitte geben Sie einen Namen, unter dem Ihr Kommentar veröffentlicht wird, und eine E-Mail-Adresse ein. Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Um Missbrauch zu vermeiden, werden wir Ihren Kommentar erst nach Prüfung auf unserer Seite freischalten. Wir behalten uns vor, nur sachliche und argumentativ wertvolle Kommentare online zu stellen. Bitte achten Sie auch darauf, dass wir Beiträge mit mehr als 1600 Zeichen nicht veröffentlichen. Mit Abgabe des Kommentars erkennen Sie die Nutzungsbedingungen an.

Datenschutz
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Moderation
Die Moderation der Kommentare liegt allein bei der Christlichen Medieninitiative pro e.V. Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in den Nutzungsbedingungen.

comments powered by Disqus