Pastor Maximilian Zimmermann ist die Einheit im Glauben enorm wichtig. Das hob der neue Generalsekretär des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) in seiner Ansprache zur Amtseinführung hervor. Dies sei gerade in Zeiten der Polarisierung wichtig. Es sei ein Herr, der die 767 Ortsgemeinden zusammenschließe und ein Geist, der in aller Verschiedenheit verbinde.
Auftrag des Bundes sei es, diese geistliche Verbundenheit immer wieder sichtbar zu machen. In einer Zeit, in der Vieles auseinander drifte, gehe es um Verbindendes. Und genau das wolle der Bund leisten, nicht nur in der eigenen Freikirche, sondern auch gemeinsam mit anderen christlichen Kirchen, Werken und Gemeinden.
Zimmermann hat Theologie in Bonn, Elstal, Berlin und Wuppertal/Bethel studiert. Er trat zum 1. April die Nachfolge von Christoph Stiba an, der 13 Jahre lang Generalsekretär war. Zimmermann hat zuletzt Systematische Theologie an der Theologischen Hochschule Elstal gelehrt.
„Gemeinde als Hoffnungsort etablieren“
Sein Vorgänger Christoph Stiba blickte dankbar auf seine Amtszeit zurück. Er habe seinen Dienst mit Freude getan. Gemeinsames Ziel der Gemeinden solle es sein, den christlichen Glauben bekannt zu machen. Dies sei gerade in einer „beängstigend polarisierten“ Zeit enorm wichtig. Hier könne Gemeinde ein „Hoffnungsort“ sein, an dem sichtbar werde, was Nachfolge Jesu bedeute.
BEFG-Präsidentin Natalie Georgi ging in ihrer Predigt auf die Staffelübergabe zwischen Mose und Josua ein und zog Parallelen zum Gemeindebund. Bei wechselnden Personen bleibe die Zusage Gottes als Konstante: „Wir müssen die Zukunft nicht fürchten, denn Gott ist ein Gott, der uns immer schon einen Schritt voraus ist.“
Zugleich betonte sie mit Blick auf das Selbstverständnis des Bundes: „Die Selbstständigkeit der Gemeinde ist unser Schatz, aber die Verbundenheit im Bund ist unsere Stärke.“ Die Grußworte würdigten Stiba als „Brückenbauer“, der fest in die Gemeinschaft der Kirchen eingebunden war. Jochen Geiselhart, Vizepräsident der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF), sah den Wechsel als starkes Zeichen der Kontinuität im Miteinander der Kirchen.
Stiba ist verheiratet und Vater von zwei erwachsenen Kindern. Er hat Theologie in Hamburg-Horn studiert und war Pastor in Hamburg und in Kassel. 2005 wurde Stiba in das Präsidium seiner Freikirche gewählt. 2009 erfolgte seine Berufung in die Geschäftsführung des BEFG. Innerhalb dieses Gremiums leitete er den Dienstbereich Mission. Mit seiner Ernennung zum Generalsekretär des BEFG trat er damals die Nachfolge von Regina Claas an. Über etliche Jahre war Stiba unter anderem auch Mitglied im Konvent der Evangelischen Allianz in Deutschland sowie Vorstandsmitglied bei ProChrist und bei Willow Deutschland.
Der Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) ist ein Zusammenschluss von 767 Baptisten- und Brüdergemeinden mit insgesamt knapp 72.000 Mitgliedern. Der BEFG ist eine Gemeinschaft gläubig getaufter Christen. Im Bund stehen die Gemeinden füreinander ein und verwirklichen Projekte, die sie alleine nicht umsetzen könnten. Zum Engagement gehören Evangelisation, Diakonie, Bildung und Ökumene.