Maria Luise Prean-Bruni im Alter von 87 Jahren verstorben

Die Gründerin der Hilfsorganisation „Vision für Afrika“, Maria Luise Prean-Bruni, ist tot. Die österreichische Missionarin starb im Alter von 87 Jahren.
Von Johannes Blöcher-Weil
Die Missionarin Maria Prean ist im Alter von 87 Jahren gestorben

Am Donnerstag vergangener Woche ist die Missionarin Maria Luise Prean-Bruni gestorben. Mit über 60 Jahren hat sie noch die Hilfsorganisation „Vision für Afrika“ gegründet. Ihre Lebensgeschichte wurde sogar in einem preisgekrönten Dokumentarfilm festgehalten.

Prean-Bruni wurde 1939 in Tirol geboren und wuchs in einem katholischen Elternhaus auf. Nach ihrer Schulzeit absolvierte sie zahlreiche berufliche Stationen. Unter anderem war sie Lehrerin und Mutter in einem SOS-Kinderdorf im österreichischen Dornbirn.

Ausgebrannt von dem Beruf arbeitete sie einige Jahre in einem Steuerberatungsbüro und wanderte 1972 in die USA aus. Hier arbeitete sie zunächst als Hotelmanagerin und leitete später eine christliche Buchhandlung und zuletzt als selbstständige Seelsorgerin.

Späte Liebe Uganda

Nach der Rückkehr in ihre Heimat lernte sie ihren Mann Herbert kennen. Als dieser in den Ruhestand ging, gründeten sie eine Gemeinde in Innsbruck, das Missionswerk „Leben in Jesus Christus“ sowie ein gleichnamiges Werk in Rumänien. Diese Arbeit führte sie auch nach dem Tod ihres Mannes 1992 fort.

Mit 62 Jahren gründete sie 2001 die Hilfsorganisation „Vision für Afrika“, um Waisenkindern in Uganda eine berufliche Zukunft zu ermöglichen. Sie forcierte aber auch Projekte in Tansania und Kenia. Kurz danach entstanden Vereine in Österreich, in der Schweiz, in den USA und in Uganda, die sich diesen Zielen verschrieben haben.

Häufig verbrachte sie mehr als die Hälfte des Jahres in Uganda und wirkte dort als Direktorin und Leiterin des Hilfswerks. Der Dokumentarfilm „Maria Prean – Das Leben wird immer schöner“ über ihr Leben und ihre Arbeit in Uganda gewann einige Filmpreise bei weltweiten Filmfestivals. So erhielt er 2011 bei den Crown Awards ICVM die Auszeichnung als „bester internationaler Film“ und als „beste Dokumentation unter 50.000 Dollar Budget“. Der Film ist bei SCM Hänssler erschienen.

Mehrwöchige Tourneen mit dem Kinderchor

Mit ihrem Kinderchor „Vision Choir“ bereiste sie schon mehrmals in einer mehrwöchigen Tournee Deutschland, Österreich und die Schweiz. Ferner betätigte sie sich als christliche Sprecherin und Autorin mehrerer christlicher Bücher. Prean-Bruni hinterlässt zwei adoptierte Kinder. Ein Sohn verstarb 2016.

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