200 Millionen Christen sind laut Open Doors einem hohen Maß an Verfolgung ausgesetzt (Symbolbild)

200 Millionen Christen sind laut Open Doors einem hohen Maß an Verfolgung ausgesetzt (Symbolbild)

Kongress befasst sich mit „Christenverfolgung heute“

Das Thema Christenvorfolgung steht im Mittelpunkt eines Kongresses in Schwäbisch Gemünd. Bedrängten Gläubigen soll eine Stimme gegeben werden. Schirmherr der Veranstaltung ist CDU-Politiker Volker Kauder.

In zahlreichen Ländern der Welt werden Christen bedrängt oder verfolgt: Mit ihrer Situation beschäftigt sich der 6. ökumenische Kongress „Christenverfolgung heute“ in Schwäbisch Gmünd. Er beginnt am Sonntag und dauert bis Mittwoch. Das Christliche Gästezentrum Schönblick und die Evangelische Nachrichtenagentur idea veranstalten ihn in Zusammenarbeit mit mehr als 30 evangelischen, katholischen und freikirchlichen Hilfswerken sowie Menschenrechtsorganisationen. Ziel ist es laut Veranstalter, „mit bedrängten und verfolgten Christen ins Gespräch zu kommen, ihnen eine Stimme zu geben, die Netzwerke zwischen ihnen und den Christen in der ,freien Welt‘ auszubauen und Initiativen zum Handeln aufzuzeigen“.

Schirmherr der Veranstaltung ist der frühere Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, der Bundestagsabgeordnete Volker Kauder. Er soll am Sonntag zum Thema „Wachsende Christenheit – warum bedrohte Christen mutige Zeugen sind“ sprechen. Zum Auftakt wird auch der Beauftragte der Bundesregierung für weltweite Religionsfreiheit, Markus Grübel (CDU), ein Referat zum Zustand der Religionsfreiheit halten.

Geistliche berichten über die Situation in der Türkei, Indien und China

Dabei sein wird mit Nazira Goreya auch eine Christin aus Nordsyrien. Sie ist Ko-Vorsitzende des Exekutivrates des Kantons Cizire und Mitbegründerin der Suryoye Frauen Union in Rojava und wird über die Situation in Nordsyrien nach dem Einmarsch der Türkei berichten. Ebenfalls vor Ort sind die pakistanische Menschenrechtsanwältin Aneeqa Maria Anthony, die von ihrer Arbeit – etwa über den Umgang mit Blasphemievorwürfen gegen Christen – erzählen wird, sowie der Kirchenpräsident der „Evangelical Church Winning all“ (ECWA) im nigerianischen Jos, Stephan Panya Baba. Missionare und Geistliche berichten über die Situation in der Türkei, in Indien, China, im Irak und in Lateinamerika. Neben den Plenumsveranstaltungen gibt es thematische Foren.

Vom Islamisten zum Jesus-Nachfolger: Yassir Eric

Vom Islamisten zum Jesus-Nachfolger: Yassir Eric

In einem spricht Yassir Eric. Der Nordsudanese war militanter Islamist, wünschte Juden und Christen den Tod. Wie durch ein Wunder kam er zum Glauben an Jesus. Er musste fliehen und erlebte Höllenqualen. Sein Thema beim Kongress lautet: „ Glaube, Identität und Gemeinde: Bewegung der ersten Generation Christen aus dem Islam – Hoffnung und Wachstum trotz Verfolgung“.

In einer bereits vorher aufgezeichneten Videobotschaft an die Kongressteilnehmer spricht Oberkirchenrätin Sabine Dreßler, Referentin der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) für Menschenrechte, Migration und Integration, über die dramatische Situation von Christen in vielen Ländern, etwa in Syrien und im Irak. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) habe versucht, ganze Gemeinden systematisch auszulöschen. Es sei gut, beim Kongress zusammenzukommen und zu überlegen, wie man den Christen dort helfen könne. Anschließend könnten Maßnahmen getroffen werden.

Kongress startete 2009 mit zehn Kooperationspartnern

Der alle zwei Jahre stattfindende Kongress startete 2009 mit zehn Kooperationspartnern und 250 Teilnehmern. Er will für bedrängte und verfolgte Christen eintreten und ihnen eine Stimme geben. Unter den Referenten seien nach eigenen Angaben deswegen auch betroffene Christen, die aus ihren Heimatländern berichten, in denen Verfolgung aus Glaubensgründen zum Alltag gehört.

Von: Martina Blatt

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