Die Deutsche Evangelische Allianz (DEA) lädt auch in diesem Jahr wieder christliche Gemeinden dazu ein, weltweit verfolgte Christen mit einer Gebetsaktion zu gedenken. Die Intention des weltweiten Gebetstags für verfolgte Christen am Sonntag ist es, den „bedrückten, bedrängten und verfolgten Geschwistern im Gebet beizustehen“, erklärte die DEA in einer Pressemitteilung.
Ekkehart Vetter, der DEA-Vorsitzende, machte deutlich: „Gemeinde Jesu Christi ist international, sie gehört zueinander über Ländergrenzen hinweg. Darum geht uns die in vielen Regionen dieser Welt bedrängte und verfolgte Gemeinde unmittelbar etwas an.“ Der weltweite Gebetstag für verfolgte Christen solle dieses Bewusstsein schärfen und gleichzeitig dafür sensibilisieren, „dass auch Angehörige anderer Religionen von Verletzungen der Religionsfreiheit betroffen sind“.
China: Christen gelten als Gefahr, weil Jesus ihr Leben bestimmt
Schwerpunktländer beziehungsweise -regionen sind in diesem Jahr China, Nigeria und die Ostukraine. Die DEA hat zu diesem Anlass ein Gebetsheft mit einer Auflage von ca. 26.000 Exemplaren gedruckt und versandt. Darin heißt es über China: „Christen gelten als mögliche Gefahr, weil sie ihr Leben von Jesus Christus bestimmen lassen wollen, nicht von der kommunistischen Partei. Der weitaus größere Teil der Christen im Land versammelt sich in den nichtregistrierten Haus- beziehungsweise Untergrundkirchen.“ Das Heft ist online einseh- und downloadbar. An der Gebetsaktion beteiligt sich auch die Hilfsorganisation Open Doors.
Seit vielen Jahren gibt es aus diesem Anlass auch zwei umfangreiche Jahrbücher. Sie befassen sich mit den Themen „Religionsfreiheit“ und „Verfolgung und Diskriminierung von Christen“. Diese Dokumentation gibt Thomas Schirrmacher für den Arbeitskreis „Religionsfreiheit – Menschenrechte – Verfolgte Christen“ gemeinsam mit der „Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte“ und weiteren Kooperationspartnern heraus.
Die Weltweite Evangelische Allianz begeht jährlich einen Gebetstag für verfolgte Christen. Seit 1996 beteiligt sich die Deutsche Evangelische Allianz unter anderem mit ausführlichem Informationsmaterial zu dem jeweiligen Schwerpunkt daran.
Von: Martina Blatt