Der „Marsch fürs Läbe“ (Archivbild) setzt sich gegen Abtreibung ein

Der „Marsch fürs Läbe“ (Archivbild) setzt sich gegen Abtreibung ein

Abtreibungsgegner müssen mit Gegenwind rechnen

Am 14. September kann der „Marsch fürs Läbe“ in Zürich stattfinden. Bis zuletzt stand die Demonstration auf der Kippe. Auch in diesem Jahr müssen die Abtreibungsgegner mit heftigen Gegenwind rechnen.

Der Schweizer „Marsch fürs Läbe“ kann am kommenden Samstag stattfinden. Am Vormittag wird eine Heilige Messe mit Weihbischof Marian Eleganti in der Liebfrauenkirche gefeiert. Parallel dazu gibt es ein Gebetstreffen im Prayerhouse Zürich. Um 14 Uhr startet der Demonstrationszug vom Turbinenplatz in Zürich aus. In diesem Jahr dreht sich alles um das Lebensrecht von Menschen mit Down-Syndrom.

Ob die Veranstaltung wieder mit einem Demonstrationszug stattfinden kann, stand lange auf der Kippe. Erst Ende August hatte das Zürcher Verwaltungsgericht den „Marsch fürs Läbe“ bewilligt. Zuvor hatte es längere juristische Auseinandersetzungen wegen möglicher Sicherheitsbedenken gegeben. Die Stadt darf laut Urteil aber die „konkrete Route unter Berücksichtigung der Sicherheitsaspekte und der Strassenbaustellen festlegen“.

„Gegen systematisches Eliminieren protestieren“

Da die Gefahr von Ausschreitungen nicht von den Marschteilnehmern ausgehe, sei „es gerade Aufgabe der Behörde, die Kundgebung vor der befürchteten Fremdeinwirkung zu schützen“. Das Restrisiko könne durch die Arbeit der Polizei gut bewältigt werden. Die Christen wollen gegen das „systematische Eliminieren von behindertem Leben demonstrieren“. Am Samstag sollen Betroffene von ihren Erfahrungen mit dem Down-Syndrom berichten.

Laut Schätzungen werden inzwischen 90 Prozent der Kinder mit dem Befund „Trisomie 21“ abgetrieben. Die Abtreibungsgegner wollen auch politische Maßnahmen diskutieren, die die Situation von Betroffenen und ihren Angehörigen verbessert. Prominentestes Mitglied im Vorstand des Vereins ist Jürg Läderach. Er ist Inhaber und Verwaltungsratspräsident der Läderach AG. Durch sein Engagement möchte sich der Schokoladenfabrikant gegen „den Moralzerfall“ zur Wehr setzen.

Gegendemonstration der Jusos gestattet

Der Verein „Marsch fürs Läbe" ist eigenen Angaben zufolge international mit Lebensrechtsbewegungen vernetzt. Er setzt sich mit demokratischen und gewaltfreien Mitteln für das Lebensrecht ungeborener Kinder ein. Den jährlichen Marsch unterstützen verschiedene christliche Organisationen, darunter die Schweizerische Evangelische Allianz. Am Samstag müssen die Demonstranten mit Gegenwind rechnen. Das Züricher Sicherheitsdepartement hat den Jungsozialisten eine Gegendemonstration gestattet, die um 14 Uhr auf dem Helvetiaplatz beginnen soll.

Eine Woche später am 21. September findet dann in Berlin das deutsche Pendant statt. Der Bundesverband Lebensrecht ruft zur Teilnahme am „Marsch für das Leben“ auf. Die Veranstalter rechnen laut der Evangelischen Nachrichtenagentur idea mit 5.000 bis 8.000 Teilnehmern. Der Marsch für das Leben startet mit einer Kundgebung vor dem Reichstag. Danach ziehen die Demonstranten durch die Stadt. Anschließend gibt es einen ökumenischen Gottesdienst

Prominente Unterstützer sind der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki sowie die Erzbischöfe von Freiburg und Paderborn, Stephan Burger und Hans-Josef Becker. Vor Ort sein wollen die Bischöfe Rudolf Voderholzer (Regensburg) und Stefan Oster (Passau). Führende Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland haben bisher nicht zugesagt. Die Deutsche Evangelische Allianz ist durch ihren Vorsitzenden, Ekkehart Vetter, und den ehemaligen Generalsekretär Hartmut Steeb vertreten. Auch in diesem Jahr sollen Gegendemonstrationen gegen den Marsch für das Leben stattfinden.

Von: Johannes Blöcher-Weil

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