Für das Konzept der Trilogie „Mitten in Deutschland: NSU" ist Gabriela Sperl 2017 bereits mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet worden. Am Dienstag wurde sie zudem mit dem Sonderpreis des Robert Geisendörfer Preises der EKD gewürdigt.

Für das Konzept der Trilogie „Mitten in Deutschland: NSU" ist Gabriela Sperl 2017 bereits mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet worden. Am Dienstag wurde sie zudem mit dem Sonderpreis des Robert Geisendörfer Preises der EKD gewürdigt.

Robert Geisendörfer Preis verliehen

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat am Dienstag in München den Robert Geisendörfer Preis verliehen. Sechs Fernseh- und Radioproduktionen erhielten die mit insgesamt 30.000 Euro dotierten Auszeichungen.

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat am Dienstag in München den Robert Geisendörfer Preis vergeben. Die Jury unter Leitung des Kirchenpräsidenten der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), Volker Jung, zeichnete insgesamt sechs Produktionen aus Fernsehen und Hörfunk aus.

Mit dem diesjährigen Sonderpreis der Jury „für exemplarische publizistische oder künstlerische Leistungen" wurde in diesem Jahr die Produzentin Gabriela Sperl geehrt. Mit ihrer Trilogie „Mitten in Deutschland: NSU“ sind der Produzentin nach Ansicht der Jury „drei inhaltlich wie ästhetisch hervorragende Filme" gelungen, „die nun den Maßstab setzen für die fiktionale Auseinandersetzung mit diesem Thema und seiner Aufarbeitung". Im Gegensatz zu den anderen Preisen ist der Sonderpreis der Jury undotiert.

Terror, Naturschutz und Verschwörungsthorie

Die Preise in der Kategorie „Fernsehen" gingen an den 3sat-Dokumentarfilm „La buena vida", der nach Ansicht der Jury ein „bedrückendes Exempel" für Zerstörung von Natur und Lebensraum durch Großkonzerne darstellt. Der zweite Preis ging nach Presseinformationen der Veranstalter an den Arte-Film „Endstation Bataclan. Vom Busfahrer zum Attentäter". Der Beitrag schildert, welche Strecke einer der Todesschützen von Paris in seinem Beruf als Busfahrer regelmäßig abfuhr.

In der Kategorie „Hörfunk" würdigte die Jury das Hörspiel „Schöner neuer Wahn. Eine Verschwörungstheorie Marke Eigenbau" vom Bayerischen Rundfunk (BR). In der Begründung der Jury heißt es: „Verschwörungstheorien boomen. Nach anfänglicher Leichtigkeit rückt das aus O-Tönen komponierte Feature ihre politischen und gesellschaftlichen Dimensionen bestürzend eindringlich in den Vordergrund." Ein weitere Preis in der Kategorie ging an die Produktion „Die meisten Afrikaner können nicht schwimmen". Den Beitrag vom Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) hat die Jury wegen seines „virtuosen und realistischen Spiels seiner Darsteller" ausgezeichnet.

Kinderfernsehpreise für Beschäftigung mit Tod und Authismus

Einen Kinderfernsehpreis der Kirchen erhielt die BR-Sendung „Checker Tobi. Der Leben- und Sterben-Check" aus der Reportagereihe „Checker Tobi". Das Werk konfrontiere Kinder auf „feinfühlige und berührende Weise mit dem Thema Sterben", begründete die Jury die Auszeichnung. Einen weiteren Preis in der Kategorie „Kinderfernsehpreis" erhielt die Sendung des Hessischen Rundfunk (HR) mit dem Titel „Schau in meine Welt! Jons Welt". Der sei es gelungen, „emotionale Nähe zu einem autistischen Jungen herzustellen".

Der Robert Geisendörfer Preis ist der Medienpreis der EKD und würdigt publizistische Leistungen, die „das persönliche und soziale Verantwortungsbewusstsein stärken, die zur gegenseitigen Achtung der Geschlechter und zum guten Miteinander von einzelnen, Gruppen und Völkern beitragen, die die christliche Orientierung vertiefen und einen Beitrag zur Überwindung von Gewalt leisten." Der Preis wird seit 1983 jährlich im Gedenken an den Pfarrer und Publizisten Robert Geisendörfer vergeben.

Von Norbert Schäfer

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