Gott als Frau, gespielt von Octavia Spencer: Für den Bibelbund ist diese Darstellung im Film „Die Hütte“ nicht angemessen

Gott als Frau, gespielt von Octavia Spencer: Für den Bibelbund ist diese Darstellung im Film „Die Hütte“ nicht angemessen

Bibelbund kritisiert „Die Hütte“

Der Bibelbund hat scharfe Kritik an der Verfilmung des Bestsellers „Die Hütte“ von William Paul Young geübt. Die Geschichte verfälsche und verspotte das Evangelium, teilt die Organisation mit – und erkärt, wie sie zu diesem Urteil kommt.

Der Bibelbund hat die Bestseller-Verfilmung „Die Hütte“ und die gleichnamige Romanvorlage scharf kritisiert. Laut Bibelbund ist „Die Hütte“ trotz christlichem Vokabular weit vom biblischen Glauben entfernt. Esoterische und christliche Gedanken gingen in der Geschichte Hand in Hand. Michael Kotsch, Vorsitzender des Bibelbunds in Berlin, bezeichnet „Die Hütte“ als „eine Verfälschung und Verspottung des biblischen Evangeliums“.

Zur Handlung: Nach der Ermordung seiner Tochter bekommt ein Mann namens Mack eine mit „Papa“- Gott unterzeichnete Einladung an den Ort des Verbrechens. Statt an einem Ort grausamer Vergangenheit landet der verbitterte Vater in einer Hütte mit paradiesischem Garten. Hier begegnet ihm Gott, in Form einer afroamerikanischen Frau (Gott Vater), eines Schreiners (Jesus) und einer Asiatin (Heiliger Geist). Mack lernt zu vergeben und auch Gott spricht dem Menschen Vergebung zu.

Zentrale Elemente der Sündenvergebung fehlen

Der Bibelbund stellt in einer Pressemitteilung vom Dienstag klar, dass Gott keine Frau sei. Der „Hütte“-Autor William Paul Young stelle den allmächtigen, heiligen Gott als begrenzten, fehlerhaften Kumpel dar, der esoterische Allerweltswahrheiten vermittelt. Der Bibelbund kritisiert, dass Youngs Gott dem Menschen nicht in Gebet, Gemeinde und Bibel begegnet, sondern in sentimentalen Gefühlen und in einer undifferenzierten Naturmystik.

Der Tod Jesu am Kreuz, an den sich Gläubige gerade zu Ostern erinnern wollen, werde mit dem Verständnis von „Alles wird schon irgendwie gut!“ und „Wir lieben uns doch alle!“ entwertet. Gott vergebe in Film und Buch ohne Sühne. Die Erlösung durch den Opfertod Jesu am Kreuz lasse Young vollkommen außen vor. Zentrale Elemente der Sündenvergebung wie Einsicht der eigenen Sünde und Bitte um Vergebung fehlten in seiner Erzählung. Stattdessen bekomme der Mensch die Vergebung Gottes zugesprochen, unabhängig von der inneren, religiösen Ausrichtung. (pro)

Von: csc

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