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Bibelbund kritisiert „Die Hütte“

Der Bibelbund hat scharfe Kritik an der Verfilmung des Bestsellers „Die Hütte“ von William Paul Young geübt. Die Geschichte verfälsche und verspotte das Evangelium, teilt die Organisation mit – und erkärt, wie sie zu diesem Urteil kommt.
Von PRO
Gott als Frau, gespielt von Octavia Spencer: Für den Bibelbund ist diese Darstellung im Film „Die Hütte“ nicht angemessen

Foto: 2017 Concorde Filmverleih GmbH / Jake Giles Netter

Gott als Frau, gespielt von Octavia Spencer: Für den Bibelbund ist diese Darstellung im Film „Die Hütte“ nicht angemessen

Der Bibelbund hat die Bestseller-Verfilmung „Die Hütte“ und die gleichnamige Romanvorlage scharf kritisiert. Laut Bibelbund ist „Die Hütte“ trotz christlichem Vokabular weit vom biblischen Glauben entfernt. Esoterische und christliche Gedanken gingen in der Geschichte Hand in Hand. Michael Kotsch, Vorsitzender des Bibelbunds in Berlin, bezeichnet „Die Hütte“ als „eine Verfälschung und Verspottung des biblischen Evangeliums“.

Zur Handlung: Nach der Ermordung seiner Tochter bekommt ein Mann namens Mack eine mit „Papa“- Gott unterzeichnete Einladung an den Ort des Verbrechens. Statt an einem Ort grausamer Vergangenheit landet der verbitterte Vater in einer Hütte mit paradiesischem Garten. Hier begegnet ihm Gott, in Form einer afroamerikanischen Frau (Gott Vater), eines Schreiners (Jesus) und einer Asiatin (Heiliger Geist). Mack lernt zu vergeben und auch Gott spricht dem Menschen Vergebung zu.

Zentrale Elemente der Sündenvergebung fehlen

Der Bibelbund stellt in einer Pressemitteilung vom Dienstag klar, dass Gott keine Frau sei. Der „Hütte“-Autor William Paul Young stelle den allmächtigen, heiligen Gott als begrenzten, fehlerhaften Kumpel dar, der esoterische Allerweltswahrheiten vermittelt. Der Bibelbund kritisiert, dass Youngs Gott dem Menschen nicht in Gebet, Gemeinde und Bibel begegnet, sondern in sentimentalen Gefühlen und in einer undifferenzierten Naturmystik.

Der Tod Jesu am Kreuz, an den sich Gläubige gerade zu Ostern erinnern wollen, werde mit dem Verständnis von „Alles wird schon irgendwie gut!“ und „Wir lieben uns doch alle!“ entwertet. Gott vergebe in Film und Buch ohne Sühne. Die Erlösung durch den Opfertod Jesu am Kreuz lasse Young vollkommen außen vor. Zentrale Elemente der Sündenvergebung wie Einsicht der eigenen Sünde und Bitte um Vergebung fehlten in seiner Erzählung. Stattdessen bekomme der Mensch die Vergebung Gottes zugesprochen, unabhängig von der inneren, religiösen Ausrichtung. (pro)

Von: csc

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4 Antworten

  1. Der Film war grandios..besser konnte mann die dreinigkeit nicht erklären .auch für die die es noch nicht verstanden haben .ich kann nur danke sagen

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  2. Ja, die Hütte ist ein tief protestantisches Machwerk das Spott ergießt über die Kirche – wie es Gnostiker ganz gleich schon im 5. Jh. getan haben – es hat sich seitdem nichts geändert. Der Verkaufs-Slogan: hier kommt die Wahrheit – in eurer Kritik und (Miss-)verständnis über die Kirche hattet ihr ganz recht! Alles Blödsinn – vermittelt ihnen Gott selbst – !!! – und JETZT erzähle ICH GOTT euch, wie es richtig ist.
    So sind alle gnostischen Schriften vorgegangen. Diese auch. Ihr Erfolg spricht Bände und erklärt a) warum es immer mehr Gnostiker gab und b) auch noch heute gibt. Die eine heilige katholische und apostolische Kirche war zahlenmäßig immer in der Minderheit. Damals wie heute.
    Der Film legt die Leimspur des Gefühls aus. So fängt man Motten.

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  3. Vor einer Ewigkeit, (als ich noch ein Kind war) wurde mir meine Mutter genommen. Ich glaubte an Gott und verstand nicht wie er zulassen konnte einem Kind die Mutter zu nehmen. Also wandte ich mich von ihm ab. Ich fand den Film sehr gut gemacht und versuchte mit ihm meinen Zorn und meine Trauer (42 Jahre später) abzulegen. Es gelang mir nicht. Es ist eben nur eine schöne Geschichte.

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  4. Der Film ist grandios und Gott kann sehr wohl eine Frau sein…..!!!!! Die Kirche, vor allem die Katholische Kirche hat ja schon immer ein Problem mit starken Frauen oder Frauen im Allgemeinen. Es ist Zeit sich vom Mittelalter zu lösen und in ein modernes Zeitalter einzutreten.

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