Bekannt aus „Guardians of the Galaxy“, „Jurassic World“ und aktuell „Passengers“: Chris Pratt

Bekannt aus „Guardians of the Galaxy“, „Jurassic World“ und aktuell „Passengers“: Chris Pratt

Hawaii-Kirchenbesuch wies Superstar Chris Pratt den Weg

Gerade läuft sein Science-Fiction-Film „Passengers“ in den deutschen Kinos: Der amerikanische Schauspieler Chris Pratt ist einer der erfolgreichsten Hollywood-Superstars der vergangenen Jahre. Er änderte sein Leben, als er auf Hawaii eine Kirche betrat.

Der Aufstieg des Schauspielers Chris Pratt zu einem der bestbezahlten und populärsten Kinostars der Welt verlief recht ungewöhnlich. Erst war er Vertreter, lebte dann mittellos in einem kleinen Bus am Strand von Hawaii, bis ihn jemand mit in die Kirche nahm. Pratt glaubt, dass ihm der Weg in die erste Riege der Hollywood-Schauspieler von Gott vorherbestimmt war, wie er dem amerikanischen Magazin Vanity Fair erzählte.

Einer breiteren Öffentlichkeit wurde Pratt bekannt als eher knuffiger, fast nerdiger Zeitgenosse in der amerikanischen TV-Serie „Parks and Recreation“ im Jahr 2009. Er spielte in der Serie um ein Grünflächenamt einen Charakter, der von seiner Freundin abserviert wird und fortan in einem Bauloch hinter ihrem Haus lebt, um sie zurückzugewinnen. Damals war noch nicht zu erahnen, dass aus diesem pausbackigen Antihelden einmal ein durchtrainierter Actionstar werden sollte, der in einigen der erfolgreichsten Hollywoodfilmen aller Zeiten („Guardians of the Galaxy“, „Jurassic World“) die Hauptrolle spielt.

Vertreter-Job war perfekte Vorbereitung für Hollywood

Pratts Vater war Bergarbeiter. Je nach Job zog die Familie deshalb viel in den Vereinigten Staaten von Amerika umher. Pratts Bruder brachte ihn an der Highschool zum Theater. Ihr Vater starb an den Folgen von Multipler Sklerose, welche er jahrelang nicht behandeln ließ, weil er die Krankheit nicht akzeptieren wollte. Pratts Mutter arbeitete im Supermarkt. Als die Pratts ihr Haus verloren, zogen sie in ein Wohnmobil. Um Geld zu verdienen, begann Pratt als Vertreter zu arbeiten.

An den Haustüren verkauften er Coupons für Ölwechsel oder Urlaube. „Ich konnte das sehr gut“, erzählt Pratt. Immer wieder genau das Gleiche vorzutragen und sich selbst präsentieren zu müssen, empfand er retrospektiv betrachtet als perfekte Vorbereitung für seine Schauspielkarriere. Vor allem das ganze Konzept des Vorsprechens und der regelmäßigen Ablehnung durch Kunden habe ihn gestählt. „Unter anderem deswegen glaube ich an Gott und das Göttliche", sagt Pratt. Es habe sich so angefühlt, als stecke ein großer Plan hinter seinen teils beschwerlichen Lebensstationen.

„Jesus hat mir gesagt, dass ich dich ansprechen soll“

Ein Schulfreund lud Pratt in einer persönlichen Krise nach Hawaii ein, schenkte ihm das Flugticket. Dort schlug er sich mit Kellner-Jobs durch, lebte am Strand in einem kleinen Bus und fühlte sich ziemlich verloren. Als er vor einem Supermarkt saß und darauf wartete, dass Freunde ihm Alkohol mitbrachten, redete ihn ein älterer, asiatisch aussehender Mann an.

„Jesus hat mir gesagt, dass ich dich ansprechen soll“, sagte der Fremde. Pratt hatte gegen seinen gewöhnlichen Impuls, misstrauisch zu sein, das Gefühl, dem Mann folgen zu müssen. Zusammen gingen sie zu einer Kirche. In den folgenden Tagen beschloss Pratt, sein Leben zu ändern. Kurz darauf entdeckte ihn eine Schauspielerin bei einem Kellner-Job im Restaurant, holte ihn nach Los Angeles, wo er dann einen Fuß in die Filmindustrie bekam.

Seit 2009 verheiratet: Chris Pratt und Anna Faris

Seit 2009 verheiratet: Chris Pratt und Anna Faris

Gott heilte seinen neugeborenen Sohn

Pratt ist seitdem gläubiger Christ. Als das Magazin Vanity Fair Pratt zuhause für das Interview besuchte, machte er für das Redaktionsteam Essen. Vor dem Mahl bat er alle, sich hinzuknien, die Hände zu geben und zu beten. Er dankte Gott für das Essen und das Leben. Pratt ist mit der Hollywood-Schauspielerin Anna Faris („Smiley Face“, „The Hot Chick“) verheiratet. Sie haben einen vierjährigen Sohn, der Jack heißt.

Als Jack geboren wurde, kam er neun Wochen früher als geplant auf die Welt. Seinen ersten Monat verbrachte er auf der Intensivstation für Neugeborene. In dieser dunklen Zeit gab der Glaube Chris Pratt und seiner Frau Anna Halt. „Wir haben sehr viel gebetet“, sagte Pratt gegenüber der amerikanischen Zeitung Conservative Tribune. Nicht, dass es eine Bestätigung seines Glaubens gebraucht hätte, sagte er, aber diese Situation habe das Verhältnis zu Gott nochmal neu definiert. Ärzte sagten den Eltern voraus, dass Jack ein Leben lang mit Behinderungen zu tun haben würde. Aber Gott habe ihren Sohn geheilt. (pro)

Von: mm

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