Jesus in das Zentrum stellt das neue Buch des kanadischen Theologen Bruxy Cavey, das im Neufeld-Verlag erschienen ist

Jesus in das Zentrum stellt das neue Buch des kanadischen Theologen Bruxy Cavey, das im Neufeld-Verlag erschienen ist

Es ist wichtiger, Gott zu kennen als seine Religion

Er ist ein Pastor mit Herzblut. Bruxy Cavey kümmert sich in seiner kanadischen Kirche auch um Menschen, die nicht viel für Kirche übrig haben. Deswegen ist ihm eine präzise Vermittlung der biblischen Botschaft wichtig. Dies gelingt mit seinem neuen Buch „Jesus. Punkt.“. Eine Rezension von Johannes Blöcher-Weil

„Jesus ist gekommen, um uns nicht nur von unserer Sünde zu erlösen, sondern auch von unserer Religion.“ Dies ist einer der Kernsätze von Bruxy Cavey. Der kanadische Pastor hat das Buch „Jesus. Punkt.“ geschrieben. Damit möchte er Menschen an die Hand nehmen und sie anleiten, die biblische Botschaft wieder neu zu verstehen. Auch, wenn viele seiner Gedanken schon oft ausgesprochen wurden, lohnt sich die Lektüre des Buches.

Es sei viel wichtiger, Gott zu kennen als seine Religion. Cavey wirft der Kirche vor, dass sie Gottes Liebe und die Sündenvergebung zwar verbreitet, „doch das Evangelium von Gottes Reich auf der Erde im Hier und Jetzt häufig falsch gedeutet und sträflich vernachlässigt“ habe. In seinem Buch macht er deutlich, dass das „reiche und kraftvolle Evangelium Jesu entmachtet und gezähmt“ wurde. Für ihn hat das Evangelium aber eine ungeheure Kraft, um die Menschen zu verändern.

Aufwachen in einer anderen Welt

Die Bibel enthalte die beste Nachricht, die es je gegeben hat. Diese gute Nachricht dürfe nicht zur schlechten mutieren, etwa wenn Christen andere Menschen beleidigten oder verurteilten. Ein Urteil über Menschen stehe alleine Gott zu. Für jeden Menschen sei es eminent wichtig zu wissen, dass er aus Liebe erschaffen ist. Gott habe durch Jesus und aus Gnade bereits „alles für uns getan, was wir durch unser Wohlverhalten und unsere langweilige Religion bewerkstelligen wollen“.

Das Lesen der Bibel und das Einsinken in deren Aussagen sei unverzichtbar auf diesem Weg. „Gott wurde einer von uns“, fasst Cavey es später noch einmal zusammen. Wer Jesus als Herrn annehme, wache morgens in einer neuen Welt auf. Der Schritt helfe auch dabei zu erkennen, wann Kirche vom Kurs abkomme. „Leben Sie gelebt, weil Sie geliebt sind. Das Kreuz ist der Beweis dafür“, wirken Caveys Sätze und Botschaften fast entspannend. Im Gegenzug fordere Gott „nur" das Vertrauen darauf, dass dies wahr ist.

Jesus tröstet und macht Mut

Jesus sei kein zorniger Richter, sondern ein Freund, der tröstet und Mut macht. Kritisch sieht Cavey die vielen frommen Praktiken in den Religionen, um dem jeweiligen Gott zu gefallen. Das Kernstück des christlichen Glaubens sei es, „nur“ andere zu lieben, wie Jesus uns geliebt hat. Ein Blick zum Kreuz reiche, um eigene Glaubenszweifel auszuräumen. Cavey selbst möchte jeden Tag nutzen, um seine Gedanken auf die göttlichen Dinge zu lenken.

Die biblische Botschaft zeige, was bereits für uns getan wurde und mache uns offen, einander anzunehmen. Vergebung bereite die Menschen auf ein Leben in der Nachfolge vor. Am Ende des Buches fragt Cavey den Leser konkret, ob er bereit ist, diesen Bund – er nennt ihn einen Bund fürs Leben – einzugehen.

Das Buch von Cavey ist eine Art Glaubenskurs. Viele Inhalte haben „hartgesottene Christen" schon häufiger gehört, aber mit den klaren Aussagen zur Religion überrascht er. Vielleicht schreckt er in seinem Buch manche Leser mit seiner Eindeutigkeit ab, vielleicht weckt der Pastor bei anderen mit seinen Ausagen gerade die Sehnsucht nach Gott. Klar und prägnant ist es auf jeden Fall, was Cavey schreibt. Aber irgendwie ist es auch keine einfache, weil existentielle, Lektüre, die sich mit den wichtigen Lebensfragen beschäftigt und die man in einem Rutsch lesen kann.

Bruxy Cavey: „Jesus. Punkt. Gute Nachricht für Suchende, Heilige und Sünder“, Neufeld, 275 Seiten, 19,90 Euro, ISBN 978-3-86256-094-3

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