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Künast warnt vor Hasspredigern im Netz

Grünen-Politikerin Renate Künast sieht in gezielten Hasskampagnen im Internet eine Gefahr für die Demokratie. Auf der Netzkonferenz Republica sprach sie über ihre eigenen Erfahrungen mit Trollen und Hatern – und bat Betroffene darum, offen über das Erlebte zu sprechen.
Von Anna Lutz
Renate Künast hat selbst erfahren, wie es ist, im Netz beleidigt und beschimpft zu werden

Foto: Laurence Chaperon

Renate Künast hat selbst erfahren, wie es ist, im Netz beleidigt und beschimpft zu werden

Grünenpolitikerin Renate Künast sprach am Dienstag bei der Republica über ihre Erfahrungen mit Hassbeiträgen im Internet. Immer wieder richtet sich der Hass vor allem rechter Gruppen gegen die Bundestagsabgeordnete. Künast hat ein Buch dazu veröffentlicht und einen humoristischen Eintrag dazu auf ihrer Facebookseite veröffentlicht.

Ihrer Erfahrung nach gibt es zwei Gruppen von Hasskommentatoren: Die einen verhielten sich wie am Stammtisch und hätten keinen größeren Bezug zu extremen politischen Gruppen. Die anderen seien organisiert und versuchten, „Hass gegen alles und jeden zu schüren“. Letztere schätzt sie als gefährlich ein: „So hat es damals bei der NSDAP auch angefangen“, sagte Künast.

Sie ist sich sicher, dass sich der Hass dieser Internetnutzer eigentlich nicht gegen sie persönlich richte. Vielmehr gehe es darum, andere einzuschüchtern, die die Beiträge verfolgten. Deshalb plädiert sie dafür, öffentlich über die Erfahrungen mit Hassbotschaften zu sprechen. Noch bevor die Angegriffenen sich an die Polizei wendeten, sollten sie die Öffentlichkeit suchen. Jeder Netznutzer sei dazu aufgerufen, Zivilcourage zu zeigen.

Von: Anna Lutz

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