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Kubicki: Kraft aus dem Zwiegespräch mit Gott schöpfen

Für Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki ist der Glaube ein wichtiger Teil seines Lebens. In einem Interview des NDR sprach der FDP-Politiker darüber, welcher Bibelvers ihn schon fast sein ganzes Leben lang begleitet und wie er seinen Glauben im Alltag lebt.
Von PRO
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Wolfgang Kubicki ist Bundestagsvizepräsident und stellvertretender FDP-Bundesvorsitzender

Foto: FDP

Wolfgang Kubicki ist Bundestagsvizepräsident und stellvertretender FDP-Bundesvorsitzender

Sein liebster Bibelvers sei „im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott“ aus Johannes 1,1, sagt FDP-Politiker Wolfgang Kubicki in einem Interview in der Radiosendung „Kirche im NDR“. In seiner Jugend sei er im CVJM in Braunschweig oft im Bibelunterricht gewesen und habe auch selbst die Bibel ausgelegt. Er habe dort vor allem mit der Bruns-Bibel gearbeitet, bei der im besagten Bibelvers der Begriff „Wort“ mit „Liebe“ übersetzt worden sei. Gott als Inkarnation der Liebe zu sehen, „finde ich durchgreifend schön“. Auch mit den Geschichten von Jesus könne er etwas anfangen. „Dass Jesus geboren wurde, war ein Akt der Liebe Gottes gegenüber den Menschen“, sagte Kubicki. Den Menschen Jesus zu geben und „in dem Tod von Jesus zu dokumentieren, dass menschliche Sünden vergeben werden können“, sei „der größte Akt, den Gott tun konnte“.

Dem Politiker ist die Nächstenliebe im Umgang miteinander wichtig. Das bedeute auch, man müsse zunächst mit sich selbst im Reinen sein, damit man diese Form der Liebe praktizieren könne. Man müsse aufeinander aufpassen, um anderen Menschen nicht das Gefühl zu geben, sie würden von der Gesellschaft ausgestoßen. Der Tod des FDP-Politikers Jürgen Möllemann – bis heute ist nicht geklärt, ob Möllemanns Fallschirmabsturz ein Unfall oder Suizid war – habe ihn in dieser Hinsicht besonders geprägt, sagte Kubicki.

Außerdem fordert er, die Kirche müsse sich in der Politik zu Wort melden. Sie dürfe aber nie ihren eigentlichen Auftrag aus den Augen verlieren: Die Verkündigung des Wortes Gottes.

„Gott holt uns alle nach Hause“

Kraft aus dem Glauben ziehe Kubicki durch das Zwiegespräch. „Gott ist nicht jemand wie du und ich, er ist allgegenwärtig und sozusagen immer dabei.“ Sein Zwiegespräch führe er deshalb mit sich selbst und gewinne daraus Einsichten. Als er einmal Selbstmordgedanken gehabt habe, habe ihn solch ein Zwiegespräch von diesem Gedanken weggebracht: „Mit so ganz merkwürdigen Überlegungen wie die, es ist kein Strick im Haus, ‘ne Waffe hast du auch nicht. Also lass uns mal Schlafen gehen und morgen sieht die Welt anders aus”, erinnert sich Kubicki. Die Tatsache, dass er das mit sich selbst erörtert habe, sei für ihn ein Beleg für eine andere Kraft im Raum.

Kubicki ist überzeugt, dass „wir am Ende unseres Lebens in Liebe aufgehen“ werden. „So wie Gott Jesus den Menschen schickte und auch nach Hause holte, wird er uns auch alle nach Hause holen und zwar unabhängig davon, ob man uns mit Hölle, Fegefeuer, was auch immer droht.“

Von: Swanhild Zacharias

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