In der Netflix-Serie „Chilling Adventures of Sabrina“ muss die Halbhexe Sabrina entscheiden, ob sie in der Welt der Menschen oder in der der Hexen leben und einen Pakt mit dem Teufel schließen möchte

In der Netflix-Serie „Chilling Adventures of Sabrina“ muss die Halbhexe Sabrina entscheiden, ob sie in der Welt der Menschen oder in der der Hexen leben und einen Pakt mit dem Teufel schließen möchte

Nicht lustig: Netflix lädt zur Satansmesse

Der Streaming-Dienst Netflix hat diese Woche eine neue Serie an den Start gebracht: Es geht um die schaurigen Abenteuer der Halbhexe Sabrina. Der Zuschauer wird in der Ankündigung dazu zu einer Satansmesse geladen. Das mag im Film unterhaltsam sein. Tatsächlich ist es das ganz und gar nicht. Ein Kommentar von Jonathan Steinert

In dieser Woche gingen die ersten zehn Folgen der Netflix-Serie „Chilling Adventures of Sabrina“ (Schaurige Abenteuer von Sabrina) auf der Streaming-Plattform an den Start. Rechtzeitig ein paar Tage vor dem 31. Oktober, an dem Freunde des Grusels Halloween feiern, verschickte das Marketing von Netflix eine Einladungsmail an seine Kunden: „Es wird um Ihre Teilnahme an der satanischen Taufe der jungen Hexe Sabrina Spellman gebeten ... Seien Sie Zeuge, wenn Sabrina ihren Namen in das Buch der Bestie einträgt und ihren Weg auf dem Pfad der Dunkelheit beginnt ...“ Unterzeichnet von Hilda und Zelda Spellman, den Tanten von Sabrina, also Figuren der Serie.

Marketingtechnisch ist das großes Kino: Der Kunde wird persönlich angesprochen und gleich unmittelbar in die Geschichte hineingenommen. Denn in der Serie, die auf der gleichnamigen Comicreihe basiert und ein düstereres und gruseligeres Remake der TV-Serie „Sabrina – Total verhext“ aus den Neunzigerjahren ist, muss sich die Halbhexe Sabrina zu ihrem 16. Geburtstag entscheiden, ob sie der Welt der Menschen oder derjenigen der Hexen angehören will. Ihre Tanten Hilda und Zelda beten den Teufel an und wollen, dass auch Sabrina den Pakt mit Satan schließt – also laden sie den Zuschauer zur dunklen Taufe.

Böse Mächte sind real

Die Geschichte der Serie mag spannend und unterhaltsam sein. Wer auf Grusel und Horror steht, wird hier wahrscheinlich auf seine Kosten kommen. Das Übersinnliche fasziniert die Menschen schon seit jeher und bietet damit idealen Stoff für fantastische Erzählungen. Goethes Faust, Bibi Blocksberg, Harry Potter und viele andere lassen grüßen. Aber das Übersinnliche ist auch eine Realität, der Pakt mit dem Teufel weit mehr als nur eine fantasievolle Vorlage für spannende Geschichten – und in jedem Fall nicht mehr unterhaltsam.

Die Bibel lehrt, dass böse, übersinnliche Mächte genauso real sind wie der Gott der Liebe und des Lichtes. Es gibt zahlreiche Berichte von Menschen, die sich mit okkulten Praktiken, Begegnungen mit Dämonen und Teufelsanbetung beschäftigten – und dadurch schlimme Abhängigkeiten und seelische wie physische Torturen erlebten. Gott, den Christen als den Schöpfer der Welt und als Vater Jesu Christi anbeten, ist ein Gott des Lebens. Er möchte, dass die Menschen in der Beziehung zu ihm Leben und „Freude die Fülle“ (Psalm 16,11) haben. Der Pakt mit dem Teufel verspricht das Gegenteil.

Dass Netflix also seine Zuschauer ausdrücklich einlädt, an einer Satansmesse teilzunehmen, passt zwar zum Film und muss natürlich in seiner fiktionalen Bedeutung verstanden werden. Aber zu Ende gedacht, ist der Aufruf mehr als fragwürdig. Wenn es so aussieht, als sei so ein Pakt mit dem Teufel etwas Aufregendes, Schaurig-Schönes oder gar Erstrebenswertes, kommt eindeutig eine falsche Botschaft rüber.

Sie können sich über Disqus, facebook, Twitter oder Google+ anmelden um zu kommentieren. Bitte geben Sie einen Namen, unter dem Ihr Kommentar veröffentlicht wird, und eine E-Mail-Adresse ein. Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Um Missbrauch zu vermeiden, werden wir Ihren Kommentar erst nach Prüfung auf unserer Seite freischalten. Wir behalten uns vor, nur sachliche und argumentativ wertvolle Kommentare online zu stellen. Bitte achten Sie auch darauf, dass wir Beiträge mit mehr als 1600 Zeichen nicht veröffentlichen. Mit Abgabe des Kommentars erkennen Sie die Nutzungsbedingungen an.

Datenschutz
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Moderation
Die Moderation der Kommentare liegt allein bei der Christlichen Medieninitiative pro e.V. Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in den Nutzungsbedingungen.

comments powered by Disqus