Der Deutsche Fußball-Bund hat Jürgen Klopp am heutigen Freitag offiziell als Trainer der Nationalmannschaft vorgestellt. Für den Fußballtrainer ist der Glaube die fundamentale Richtlinie für sein Handeln und sein Menschenbild im Sport.
Immer wieder hatte der frühere Trainer von Mainz 05, Borussia Dortmund und dem FC Liverpool offen seinen Glauben thematisiert. Bereits 2008 hatte er im Interview mit der Katholischen Nachrichtenagentur betont, dass dieser der rote Faden und die Basis für sein Leben sei.
2019 hatte er in einer bemerkenswerten Videobotschaft (PRO berichtete) dem sterbenskranken Liverpool-Fan Dave Evans Mut zugesprochen und das Video mit den Worten beendet: „Ich bin Christ. Wir sehen uns!“ Wie katholisch.de schreibt, habe ihn seine Großmutter häufig mit in die Kirche genommen und ihm damit einen ganz natürlichen Zugang zum Glauben verschafft.
2017 war Klopp Botschafter für das Reformationsjubiläum: „Ich mag Luther, weil er für die Unprivilegierten und Ausgeschlossenen gekämpft hat“, zitiert ihn der Evangelische Pressedienst (epd). Luther sei ein Kämpfer für die gute Sache gewesen (…) damit Menschen ihren Glauben ohne Angst und mündig leben können, sagte er zum Erscheinen der Bibeledition.
Während der Corona-Pandemie warb er um Mitgefühl für die Schwachen in der Gesellschaft und darum, sich umeinander zu kümmern. Nach wie vor sei das Beten ein wichtiger Bestandteil seines Lebens. Er nutze das Gebet, um Kraft für seine Arbeit zu bekommen und diese besonnen zu erledigen.
Jürgen Klopp folgt auf Julian Nagelsmann, der nach der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko zurückgetreten war.