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„Jesus starb für uns“: Trauer um getötete Schulkinder in Sozialen Medien

Der Amoklauf in einer Grundschule in Uvalde in Texas erschüttert viele Menschen weltweit. Der gläubige Vater eines der Opfer erinnert auf Facebook an seine Tochter, die ihren Glauben über Social Media teilte.
Von Jörn Schumacher
Texas, Uvalde

Foto: Steven Garcia, Screenshot PRO

Ellie Garcia erzählte kurz vor ihrem Tod auf TikTok von Jesus. Ihr Vater teilte das Video auf Facebook, wo es zehntausende Menschen bewegt. Auch mehrere amerikanische Medien haben darüber berichtet.

Die neunjährige Ellie Garcia war eines der 19 Kinder, die beim Massaker an der Robb Elementary School in Uvalde im US-Bundesstaat Texas erschossen wurden. Ein 18-Jähriger hatte am 24. Mai die Kinder sowie zwei Lehrerinnen getötet und 15 weitere Kinder sowie einen Polizisten verletzt. Die Geschichte hinter Ellie Garcia ist nur eine von vielen, die derzeit – auch in den Sozialen Medien – von den Angehörigen und Freunden verarbeitet wird.

Und sie sorgte für viel Anteilnahme. Die Neunjährige war die Tochter von gläubigen Christen aus Uvalde, und sie hatte kurz vor ihrem Tod auf der Videoplattform TikTok über ihren Glauben gesprochen, teilte der Vater mit. Eine Woche nach ihrer Ermordung hätte Ellie ihren 10. Geburtstag gefeiert.

Ihr Vater teilte einen Tag nach der Tragödie über Facebook ein Video. Es zeigt das Mädchen in einem von ihr aufgenommenen TikTok-Video, in dem sie sagt: „Hallo, Leute, ich wollte Euch nur eine kurze Info geben. Jesus. Er starb für uns. Also wenn wir sterben, dann können wir bei ihm sein.“ Auf Facebook wurde es tausendfach kommentiert und geteilt.

Seine Tochter habe es geliebt zu beten, teilte der Vater mit. Dazu postete er ein Foto, wo Ellie auf ihrem Bett liegt und die Hände zum Gebet gefaltet hat. „Hab meine Ellie Gee mitten im Gespräch mit unserem Herrn erwischt“, schrieb er dazu. „Ich liebe dich, kleines Mädchen, und ich liebe die Art, wie du betest.“ Sie habe jeden Abend laut gebetet, sagte Steven Garcia, „so, dass wir es hören konnten“. Er fügte hinzu: „Einmal pumpte sie ihre Luftmatratze auf, umarmte uns und küsste uns ‚Gute Nacht‘ und ging beten, während ihre Mutter in der Küche kochte. Solche Erinnerungen sind alles, was uns von ihr bleibt.“

Der gläubige Vater postete bei Facebook weitere Videos und Nachrichten von Mitgliedern der Gemeinde, ebenso einen Mitschnitt von einem christlichen Konzert und einen Gottesdienst aus Anlass des Massakers.

Auf einer Internetseite sammeln Menschen Geld für die Familie. Auf „GoFundMe“ sollten 50.000 Dollar gesammelt werden, doch schon nach kurzer Zeit waren es 130.000 Dollar. „Ellie wird nie vergessen werden“, heißt es da, „und wir werden immer an sie als unser Ramen-Nudel-Mädchen denken. Wir danken allen Angehörigen, Freunden und Menschen auf der ganzen Welt für ihre Liebe und ihre Gebete.“

Greg Laurie: Gott versteht unseren Schmerz

In einem Artikel in der Christian Post schrieb Greg Laurie, der Gründer der Megachurch „Harvest Christian Fellowship“ mit Sitz in Kalifornien und bekannter Autor, es sei eine Zeit der Trauer. „Der Schlüssel ist, zu Gott selbst mit seiner Trauer zu gehen. Er hört eure Gebete.“ Er fuhr fort: „Wenn ihr Eure Hoffnung auf Jesus Christus als euren Herrn und Erlöser setzt, werdet ihr eure Kinder wiedersehen. Sie sind nicht nur Teil eurer Vergangenheit, sondern auch eurer Zukunft.“

In schlimmen Momenten wie diesen fragten sich viele: „Warum? Warum hat Gott das zugelassen?“

Laurie: „Die einfache Antwort: Ich weiß es nicht. Aber ich weiß, es gibt immer böse Menschen, die Böses tun, denn wir leben in einer gefallenen, sündhaften Welt. Momente wie diese spiegeln das Böse vieler wieder, nicht das Gute Gottes.“ Er sei sich sicher: „Gott liebt jedes dieser Kinder und jeden Lehrer, der starb. Gott liebt die Eltern und die Familien dieser Kinder.“

Sein eigener Sohn Christopher sei vor 14 Jahren bei einem Autounfall ums Leben gekommen, so Laurie. „Ich fiel auf die Knie und bat Gott mir zu helfen. Er tat es.“ Der Pastor fügte hinzu: „Ich erinnerte mich, dass Gott unser Leid kennt. Er wusste, was ich durchmache. Er hatte auch einen Sohn verloren.“

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