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Innehalten am Sonntag tut Menschen gut

Ohne einen arbeitsfreien Sonntag bräuchten die Menschen nach Ansicht des Juristen und Journalisten Heribert Prantl „viel mehr Therapeuten“. Denn das „legitimierte Innehalten“ tue den Menschen gut und „Unrast mache krank“, sagte der Autor der Süddeutschen Zeitung dem Evangelischen Pressedienst (epd).
Von PRO
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Der Journalist Heribert Prantl findet es wichtig, dass die Gesellschaft den freien Sonntag als „große gemeinsame Pause“ bewahrt.

Foto: Jürgen Bauer

Der Journalist Heribert Prantl findet es wichtig, dass die Gesellschaft den freien Sonntag als „große gemeinsame Pause“ bewahrt.

Der Journalist Heribert Prantl findet es wichtig, dass die Gesellschaft den freien Sonntag als „große gemeinsame Pause“ zur Grundtaktung des Lebens bewahrt. Dies sagte er im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd). Der arbeitsfreie Sonntag feiert in diesem Jahr sein 1.700-jähriges Jubiläum. Per Edikt erklärte der römische Kaiser Konstantin am 3. März 321 den siebten Tag der Woche in seinem Reich zum allgemeinen Tag der Arbeitsruhe.

Die bundesweite Jubiläumsfeier findet am 3. März um 11 Uhr online statt. Mit dabei sind neben SZ-Kolumnist Prantl auch der bayerische Landesbischof und Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, und der Sonntagsschutz-Experte und Rechtsanwalt Friedrich Kühn.

„Rührend altmodisch, aber richtig“

Auch wenn es für manche „rührend altmodisch“ klinge, sei der Sonntagsschutz richtig, sagt Prantl. Und dabei gehe es nicht nur um Tradition, Religion und eine soziale Errungenschaft – „Es geht um die große gemeinsame Pause“. Natürlich dürfe es auch Ausnahmen von der Sonntagsruhe geben, und die habe es auch immer gegeben, sagte der Jurist. Und er habe auch nichts gegen die Sonntagsarbeit für bestimmte Berufsgruppen. „Aber wenn aus der Ausnahme die Regel wird, ist das schädlich“, findet Prantl. Wichtig sei auch, dass der Sonntag nicht nur der freie Tag für den Einzelnen sei. „Wäre er nur dies, dann wäre es egal, wer an welchem Tag seinen Sonntag hat; es wäre egal, ob man am Dienstag oder Donnerstag seinen Sonntag feiert“, sagte Prantl. Doch den Sonntag mache so wichtig und unersetzlich, dass er ein Tag der Synchronisation der Gesellschaft sei. Werde daraus ein individuell gleitender Tag, verschwinde ein Fixpunkt der Woche.

Von: epd

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